Arthritis und Rheuma 2025; 45(01): 44-50
DOI: 10.1055/a-2493-7552
Kinderrheumatologie
Übersichtsartikel

Stellenwert des Vitamin D bei Autoimmunerkrankungen

Autor*innen

  • Aleš Janda

    Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Ulm

Zusammenfassung

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei Autoimmunerkrankungen und ist über seine klassische Funktion im Knochenstoffwechsel hinaus ein entscheidender Faktor für die Immunregulation. Es wird in der Haut durch UVB-Strahlung gebildet und in seine aktive Form (1,25-Dihydroxyvitamin D, Calcitriol) umgewandelt, die an Vitamin-D-Rezeptoren in Immunzellen bindet und entzündungsregulierende Gene beeinflusst. Studien legen nahe, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel mit einer erhöhten Krankheitsaktivität und einem höheren Risiko für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis einhergeht. Zusätzlich wurde gezeigt, dass eine Vitamin-D-Supplementierung die Schubrate bei Multipler Sklerose, die Krankheitsaktivität bei systemischem Lupus erythematodes und die Entzündungsreaktionen bei juveniler idiopathischer Arthritis positiv beeinflussen könnte. Weitere Studien zur Dosierung und Langzeiteffekten werden jedoch benötigt, um die therapeutische Wirksamkeit besser zu verstehen.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
26. Februar 2025

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