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DOI: 10.1055/a-2520-9163
Digitalisierungsstand im Operationswesen
Online-Umfrageergebnisse im D-A-CH-Raum
Die Digitalisierung im OP-Management schreitet voran, bleibt aber uneinheitlich. Eine Umfrage unter 90 Organisation im D-A-CH-Raum zeigt: 89% nutzen digitale OP-Systeme, doch oft fehlen Integration und Standardisierung. Strategische Entscheider sehen den Fortschritt positiver als operative Akteure, die mehr Herausforderungen erleben. Fortschritte gibt es bei OP-Anmeldungen, doch Ressourcenplanung und Prozessvernetzung bleiben verbesserungswürdig.
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Technologische Entwicklungen und optimierte Prozesse erhöhen die Sensibilität für bestehende Defizite, insbesondere im Vergleich zu anderen Fachbereichen oder Institutionen.
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Während die Geschäftsleitung strategische Digitalisierungsinitiativen betrachtet, erleben operative Akteure die praktischen Herausforderungen direkter.
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Trotz der Vorteile einer zentralisierten OP-Planung [9] bleibt diese in vielen Organisationen die Ausnahme. 89% verfügen über ein zentrales OP-Managementsystem, doch nur 43% nutzen eine zentrale Planung. 50% planen dezentral, 7% setzen auf Clustermodelle.
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Der OP-Bereich ist ein zentraler Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg und die infrastrukturelle Stabilität eines Krankenhauses. Angesichts begrenzter personeller und materieller Ressourcen wird eine Effizienzsteigerung zunehmend wichtiger.
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Eine isolierte Digitalisierung einzelner Bereiche reicht nicht aus. Vielmehr muss die gesamte Prozesskette, einschließlich Kapazitätsmanagement und Ressourcenplanung, betrachtet und konsequent verbessert werden.
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Die geringe Verbreitung von Rufsystemen für die Anästhesie und Operateure deutet auf Optimierungspotenzial in der Koordination der OP-Abläufe hin. Noch seltener ist die Integration eines automatisierten Patientenhol- und -bringdienstes, was weiterhin hohe manuelle Aufwände erfordert.
Schlüsselwörter
Digitalisierung - Effizienzsteigerung - Kapazitätsmanagement - Standardisierung - OP-ManagementPublikationsverlauf
Artikel online veröffentlicht:
28. August 2025
© 2025. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
- 1 European Central Bank. Digitalisation and the economy. LU: Publications Office; 2023.
- 2 contents.com. Künstliche Intelligenz im Unternehmen: Effizienzsteigerung durch innovative Ansätze. Contents Mag 2024; Anleitungen und Tipps .
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- 4 BAG B für G. DigiSanté: Förderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen. https://www.bag.admin.ch/de/digisante-foerderung-der-digitalen-transformation-im-gesundheitswesen
- 5 Müller P, Winter A, Birchmeier M. Stand der Digitalisierung des Operationswesens. Datensatz 2024. . Zugriff am 03. Juli 2025 unter: https://indema.ch/wp-content/uploads/2025/03/rohdaten_op-umfrage_2024.xlsx
- 6 WHO, OECD. Switzerland – OECD reviews of health systems. Organisation for economic co-operation and development; 2016.
- 7 Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). BMG. Zugriff am 03. Juli 2025 unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenhauszukunftsgesetz.html
- 8 European Commission E and FA. Austria – health care & long-term care systems 2016 . https://economy-finance.ec.europa.eu/publications/joint-report-health-care-and-long-term-care-systems-fiscal-sustainability_en
- 9 Denz C, Baumgart A, Zöller A. et al. Perspektiven zur Weiterentwicklung des OP-Managements: Von der Prozessanalyse zur simulationsbasierten Planung und Steuerung. Anästh Intensiv 2008; 49: 85-93
- 10 Müller PHJ. A personal overview. In: Pandit JJ. , Hrsg. Practical operating theatre management: measuring and improving performance and patient experience. Cambridge: Cambridge University Press; 2018: 183-192
- 11 Moll B, Gerhardt M. Impact von OP-Planung auf die perioperativen (Logistik-)Prozesse. OP-Manag Up2date 2024; 04: 93-106
- 12 Kempe L. Systemintegration im Krankenhaus: OP-Management im Wandel. Dtsch Ärztebl 2011; 108: 2563-2563