Aktuelle Kardiologie 2025; 14(06): 414
DOI: 10.1055/a-2701-7199
Aktuelles aus der klinischen Forschung

β-Blocker II: Absetzen nach Myokardinfarkt? Potenziell höhere Risiken bei Hypertonie (AßYSS-Studie)

Authors

    Contributor(s):
  • Johannes B. Dahm

Der Stellenwert der β-Blocker-Behandlung bei stabilen revaskularisierten Koronarpatienten nach unkompliziertem Myokardinfarkt ohne reduzierte linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) wird derzeit diskutiert. Leitlinien empfehlen eine Unterbrechung der β-Blocker-Behandlung spät nach der akuten Phase, wenn ein Remodelling stattgefunden hat und keine Herzinsuffizienz oder linksventrikuläre Dysfunktion vorliegt. β-Blocker kontrollieren jedoch Herzfrequenz (HF) und Blutdruck (BP), die bei diesen Patienten mit koronarer Herzkrankheit potenzielle Prognosefaktoren darstellen. Andererseits wird der Einsatz von β-Blockern in der Behandlung von Bluthochdruck zunehmend diskutiert, und kommen eher wegen ihrer kardiovaskulär schützenden Wirkung als wegen ihrer blutdrucksenkenden Wirkung zum Einsatz. Ziel der randomisierten AβYSS-Studie ist es, die Auswirkungen einer Unterbrechung der β-Blocker-Behandlung auf Blutdruck (BP) und Herzfrequenz (HF) bei Patienten nach einem Myokardinfarkt (MI) zu untersuchen.



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Article published online:
24 November 2025

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