Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-2716-7213
Case Report

Thoracic-Inlet-Syndrom nach operativ versorgter Klavikulafraktur

Artikel in mehreren Sprachen: English | deutsch

Autor*innen

  • Elvin Rahimov

    1   Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Klinikum Ibbenbüren, Ibbenbüren, Deutschland
  • Christian Rudolf Wilhelm Köhler

    2   Klinik für Thoraxchirurgie und Lungenunterstützung, Klinikum Ibbenbüren, Ibbenbüren, Deutschland
  • Stefan Fischer

    2   Klinik für Thoraxchirurgie und Lungenunterstützung, Klinikum Ibbenbüren, Ibbenbüren, Deutschland
  • Volker Vieth

    3   Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Klinikum Ibbenbüren, Ibbenbüren, Deutschland
  • Nadine Striepens

    4   Klinik für Psychotherapie, Christoph-Dornier-Klinik, Münster, Deutschland
  • Marcus Christian Müller

    1   Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Klinikum Ibbenbüren, Ibbenbüren, Deutschland

Zusammenfassung

Eine 25-jährige Patientin beklagte am 9. postoperativen Tag nach Plattenosteosynthese einer Klavikulaschaftfraktur im mittleren Drittel (OTA-Klassifikation Typ B) intermittierende pseudoradikuläre ulnar betonte Kribbelparästhesien des rechten Armes einhergehend mit einer Schwellung und zyanotischen Hautverfärbung des Unterarmes. CT-angiografisch zeigte sich eine nahezu vollständige Verlegung des Lumens der V. subclavia am Durchtritt zwischen Klavikula und 1. Rippe im Sinne eines Thoracic-Inlet-Syndroms. Auslöser waren ein Hämatom der begleitend frakturierten 1. Rippe und ein kortikaler Schraubenüberstand im Bereich der Engstelle zwischen Klavikula und 1. Rippe. Die Revaskularisation gelang durch das Ausräumen des Frakturhämatoms, einer partiellen Resektion der 1. Rippe und den Austausch der beiden überstehenden Schrauben. Der Fall zeigt, dass bei der Plattenosteosynthese von Klavikulaschaftfrakturen insbesondere im medialen Klavikuladrittel aufgrund der Nähe zur 1. Rippe ein Schraubenüberstand vermieden werden muss. Verletzungen des subklavikulären Gefäß-Nerven-Bündels können durch Resektion der 1. Rippe umfassend detektiert und therapiert werden.



Publikationsverlauf

Eingereicht: 25. April 2025

Angenommen nach Revision: 02. Oktober 2025

Artikel online veröffentlicht:
07. November 2025

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