Zusammenfassung des klinischen Teils:
1. Die im theoretischen Teil besprochenen Fermenttabletten von Fried. Witte wurden
in geeigneten Fällen bei Kranken erprobt, um festzustellen, ob die günstigen Werte
des Reagensglasversuchs auch am Lebenden bestätigt wurden.
2. Als geeignet erwiesen sich bisher Fälle von primärer und sekundärer Pankreaserkrankung.
Dabei kam es zu symptomatischen Besserungen, die während der Dauer der Fermentverabreichung
anhielten, aber auch darüber hinaus wirksam blieben. Heilungswirkungen im Sinne einer
Restitution und Neuproduktion von Fermenten bei organischen Veränderungen kann man
im allgemeinen wohl nicht erwarten.
3. Für alle Fermentpräparate ergibt sich aus dem experimentellen und klinischen Teil,
daß der Einfluß der Magensalzsäure eine stärkere Fermentanreicherung in den einzelnen
Präparaten erfordert, damit später nach der Magenpassage immer noch genügend Fermentmengen
zur Verfügung stehen.
4. Die lipatisch verstärkten Witte-Fermenttabletten bedeuten eine Erweiterung unseres
bisherigen Rüstzeuges für die Behandlung von Störungen der Fermentabsonderung.