Dtsch med Wochenschr 2009; 134(33): 1649
DOI: 10.1055/s-0029-1233995
Editorial
Infektiologie, Gesundheitswesen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Grippeschutzimpfung im Gesundheitswesen: Stärkung der Eigenverantwortung oder Zwang?

Influenza vaccination for health care workers: should we strengthen individual responsibility or should it be mandatory?H. Dressel1 , D. Nowak1
  • 1Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München
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Publication Date:
31 July 2009 (online)

Mitten in der ersten Grippe-Pandemie des 21. Jahrhunderts wird uns besonders bewusst, dass die Influenzaimpfung für Beschäftigte im Gesundheitswesen eine wesentliche Maßnahme der Primärprävention ist. Zunächst dient sie dem Erhalt der eigenen Gesundheit sowie der Arbeitsfähigkeit. Darüber hinaus hat die Influenzaimpfung weitreichende positive Auswirkungen auf die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten und schließlich der gesamten Bevölkerung. Es wäre also anzunehmen, dass wir uns alle gerne freiwillig impfen lassen würden. Die Realität sieht anders aus: Auch wenn es in dieser Saison einen gewissen „Schweinegrippe”-Effekt geben wird, ist die Beteiligung an der Impfung, wie im Artikel „Argumente für eine verpflichtende Influenzaimpfung” von Wickert et al. [4] ausgeführt, erstaunlich und enttäuschend niedrig.

Literatur

Dr. med. Holger Dressel, , MPH 

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