Radiologie up2date 2010; 10(1): 35-50
DOI: 10.1055/s-0029-1243831
Muskuloskelettale Erkrankungen

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Stressfrakturen

Bone stress injuriesJ.  Geiger, C.  Rottenburger, M.  Uhl
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Publication Date:
04 March 2010 (online)

Zusammenfassung

Knochenstressverletzungen entstehen durch repetierende mechanische Überlastung des Skeletts. Stressassoziierte Knochenläsionen sind häufig bei ansonsten gesunden Personen anzutreffen, wenn sie mit einem neuen körperlichen Training beginnen oder ihre Trainingsintensität steigern. Die Diagnose beruht auf der typischen Anamnese und den bildgebenden Untersuchungen. Die konventionelle Röntgendiagnostik ist die Methode der ersten Wahl, wenn klinischerseits eine Stressverletzung vermutet wird. Bei negativem oder zweifelhaftem Röntgenbefund sollte die Diagnose heute besser mittels MR-Bildgebung als mit einer Skelettszintigrafie gestellt werden.

Abstract

Bone stress injuries are due to cyclical overuse of skeleton. Stress-related bone injuries are quite common among otherwise healthy persons who have recently started new or intensive physical activity. Diagnosis is based on a typical patientŽs history and imaging findings. Conventional radiography serves as the primary imaging modality when a stress injury is suspected clinically. In the case of negative or atypical findings, the diagnosis should be confirmed with MRI rather than with bone scintigraphy.

Kernaussagen

  • Eine Stressfraktur ist die Antwort auf eine inadäquate, submaximale und wiederholte Belastung eines Knochens, wobei eine Ermüdungsfraktur bei normalem Knochen und eine Insuffizienzfraktur bei pathologisch verändertem Knochen unterschieden wird.

  • Risikogruppen einer Ermüdungsfraktur sind Sportler und Rekruten. Aus der Form der (sportlichen) Aktivität kann oft auf die Lokalisation einer Stressfraktur geschlossen werden.

  • Wenn eine Knochenstressreaktion vermutet wird, ist die konventionelle Röntgenbildgebung die primäre bildgebende Modalität. Bei klinischem Verdacht, passender Anamnese und einer typischen Röntgenbildgebung kann die Diagnose als gesichert gelten.

  • Im Falle einer negativen oder zweifelhaften Röntgenaufnahme wird die Diagnose durch MRT ausgeschlossen oder bestätigt. Die MRT ersetzt heute meist die klassische Knochenszintigrafie.

Literatur

Prof. Dr. med. Markus Uhl

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