Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2010; 5(1): 39-56
DOI: 10.1055/s-0029-1243953
Pädiatrische Orthopädie und Unfallchirurgie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die idiopathische Skoliose

R.  Stücker1
  • 1Altonaer Kinderkrankenhaus, Abteilung Kinderorthopädie, Hamburg
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Publication Date:
22 February 2010 (online)

Das Wort Skoliose stammt aus dem Griechischen „skolios” und bedeutet so viel wie „verkrümmt”. Mit Skoliose ist eine strukturelle Verkrümmung eines Abschnitts der Wirbelsäule gemeint. Die Krümmung muss dabei mindestens 10 ° nach Cobb betragen. Neben einer Deformität in der Frontalebene bestehen weitere Fehlstellungen in der Sagittal- und Horizontalebene. Daraus resultiert eine dreidimensionale Deformität, die bei Progredienz zu strukturellen Störungen im Bereich der Wirbelsäule und auch des Brustkorbs führt.

Die Gründe für die Entstehung von Skoliosen sind mannigfaltig. Neben idiopathischen Skoliosen unterscheidet man kongenitale, neuromuskuläre Krümmungen oder auch Deformitäten, die auf dem Boden von Skelettdysplasien entstehen. Daneben treten gelegentlich auch sekundäre Skoliosen auf, z. B. bei Morbus Scheuermann, Tumoren, ausgeprägten Beinlängendifferenzen oder auch bei Spondylolisthesis etc.

Die Prävalenz von Skoliosen in der Bevölkerung beträgt ca. 2 % bei Frauen und 0,5 % bei Männern. Davon werden etwa 10 % behandlungsbedürftig.

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PD Dr. med. Ralf Stücker

Kinderorthopädische Abteilung
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