Inf Orthod Kieferorthop 2009; 41(4): 229
DOI: 10.1055/s-0030-1247250
Editorial

© Georg Thieme Verlag Stuttgart ˙ New York

Editorial

A. Crismani1
  • 1Universitätsklinik für Kieferorthopädie, Medizinische Universität Innsbruck
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Publication Date:
29 January 2010 (online)

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich sehr, Ihnen das vierte Heft 2009 präsentieren zu dürfen. Die Zusammensetzung dieses Heftes war für mich eine spannende ­Herausforderung, die ich mit Einsatz und Engagement angenommen habe. Ich hoffe, es ist mir ­gelungen, für Sie interessante Themen auszu­wählen.

Der erste Artikel befasst sich mit der chirurgischen Therapie der Kiefergelenksankylose, wobei der Gelenkspalt und die Gelenkkapsel rekonstruiert und der Diskus repositioniert werden.

Die pathologische Mundatmung mit ihren zahlreichen negativen Auswirkungen auf das Wachstum des Gesichtsschädels und die Beeinflussung auf die kieferorthopädische Therapie ist das Thema der HNO-ärztlichen Diagnostik und Therapie im zweiten Artikel.

In der dritten Arbeit werden auf verständliche Art und Weise wichtige biometrische Aspekte bei der Durchführung von wissenschaftlichen Studien an Patienten oder auch theoretischen Studien im Bereich der Zahnmedizin dargestellt. Von extremer Bedeutung wird von den Autoren die Studienplanung, welche unter anderem die Voraussetzung für eine hohe Datenqualität und Repräsentativität der untersuchten Objekte darstellt, betont.

Eine Gegenüberstellung zwischen RPE und SARPE ist das praxisrelevante Thema des vierten Artikels. Dabei werden sowohl die Indikationen als auch die unterschiedlichen Methoden und mögliche Komplikationen in übersichtlicher Weise dargestellt.

Die vorrangigen Therapieziele einer myofunktionellen Therapie sind der habituelle vollständige Lippenkontakt mit der habituellen Nasenatmung, eine physiologische Ruheposition der Zunge am Gaumen und das Erlernen des physiologischen Kau- und Schluckmusters. Diese und viele andere praktische und kritische Aspekte werden in dem Artikel über myofunktionelle Therapien im orofazialen Bereich beschrieben.

Die vorsichtige Empfehlung Acetaminophen (Paracetamol) als Antiphlogistikum während einer kieferorthopädischen Behandlung zu verabreichen, ist das wesentliche Ergebnis eines Literaturvergleichs über die Anwendung von NSARs in der Kieferorthopädie.

Abschließend werden drei interessante Fallberichte vorgestellt.

Mit kollegialer Hochachtung

Adriano Crismani