Pädiatrie up2date 2010; 5(4): 419-434
DOI: 10.1055/s-0030-1255872
Hämatologie/Onkologie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Thromboembolische Ereignisse im Kindes- und Jugendalter

Daniela  Manner, Karin  Kurnik, Ralf  Junker, Ulrike  Nowak-Göttl
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Publication Date:
16 December 2010 (online)

Definition und Pathogenese

Unter Thrombose versteht man den teilweisen oder ganzen Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Gerinnsel. Thromboembolie bedeutet die Verlegung eines Gefäßes durch Thrombusmaterial, das sich an anderer Stelle gebildet hatte und von dort disloziert ist. Unter dem Begriff Thrombophilie verstehen wir eine angeborene oder erworbene Veranlagung für zu dickes Blut, mit einer Verschiebung des hämostaseologischen Gleichgewichts zugunsten der prokoagulatorischen Seite.

Die pathogenetischen Faktoren, die für die Entstehung einer Thrombose notwendig sind, wurden bereits von Rudolf Virchow (1821 – 1902) im Jahre 1862 durch die sog. „Virchow-Trias” beschrieben (Abb. [1]). Sie enthält die im Wesentlichen auch heute noch gültigen Faktoren, die für die Entstehung einer Thrombose erforderlich sind:

Gefäßwandschädigung erhöhte Gerinnungsneigung verlangsamte Strömungsgeschwindigkeit des Blutes

Abb. 1 Virchow-Trias.

Thrombosen bei Kindern werden zunehmend besser erkannt und diagnostiziert. Hinzu kommt, dass der stetig steigende medizinische Fortschritt gerade im Bereich der pädiatrischen Intensivmedizin die Betreuung von Patienten mit zunehmend komplexen Krankheiten erlaubt, die häufig auch mit einem höheren Thromboserisiko belastet sind.

Literatur

Dr. Daniela Manner

Institut für Klinische Chemie
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