Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2011; 6(2): 147-170
DOI: 10.1055/s-0030-1256325
Pädiatrische Orthopädie und Unfallchirurgie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Epiphyseolysis capitis femoris

T.  Wirth1
  • 1Orthopädische Klinik, Olgahospital, Klinikum Stuttgart
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Publication Date:
11 April 2011 (online)

Die Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) ist die häufigste Hüftgelenkserkrankung des Jugendlichen. Sie stellt vor dem Hintergrund der aktuellen Erkenntnisse zur Entstehung der Koxarthrose einen Modellfall erster Ordnung dar, der zu einer Reihe neuer Ideen in der Therapie der ECF geführt hat.

Die Entwicklung der Koxarthrose aus einem Cam-Impingement heraus, also der Verlust des Offsets des Schenkelhalses und die degenerative Schädigung des Labrum acetabulare als ihre Frühform, findet sich in der Erkrankung der Epiphyseolysis capitis femoris wieder. Wir sehen je nach Ausmaß des Abrutsches unterschiedliche Schweregrade des Offsetverlusts und damit auch verschieden große Schädigungspotenziale für das Hüftgelenk. Diese Erkenntnisse sind freilich nicht neu.

Die Frage der Reorientierung der Hüftkopfepiphyse und damit der Wiederherstellung der Anatomie des koxalen Femurendes ist von namhaften Orthopäden aufgegriffen und durch die Entwicklung verschiedenartiger operativer Korrekturverfahren beantwortet worden. Diese Therapien können jetzt aber mit den im Zuge der zur Behandlung des Impingementsyndroms der Hüfte eingeführten operativen Techniken ergänzt und erweitert werden.

Die aktuellen Diskussionen um die besten therapeutischen Strategien erhalten die Faszination des Krankheitsbildes der Epiphyseolysis capitis femoris und bilden einen zentralen Bestandteil dieses Artikels.

Literatur

Prof. Dr. Thomas Wirth

Orthopädische Klinik, Olgahospital
Klinikum Stuttgart

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