Inf Orthod Kieferorthop 2010; 42(4): 221
DOI: 10.1055/s-0030-1262735
Editorial

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

Editorial

C. Katsaros1
  • 1Klinik für Kieferorthopädie, Universität Bern, Schweiz
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Publication Date:
11 January 2011 (online)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser! 

Dank der rasanten Entwicklung der Computertechnologie in den letzten Jahren eröffnen sich in unserem Fachgebiet neue Möglichkeiten in der dreidimensionalen Visualisierung von Gesicht und Kiefer. 

Diese modernen 3D-Bildgebungstechnologien bergen ein enormes Potenzial zur Verfeinerung der kieferorthopädischen Diagnostik. Allerdings entstehen so auch neue Probleme, derer wir uns vor dem klinischen Gebrauch im Praxisalltag bewusst sein müssen. Die zusätzliche Strahlenbelastung durch die Digitale Volumentomografie, die Vergleichbarkeitsproblematik zwischen klassischer und 3D-Kephalometrie, der effektive klinische Nutzen der 3D-Fotografie oder die Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten der digitalen 3D-Kiefermodelle stellen neue Herausforderungen an den praxisorientierten Behandler. Klar ist, dass mit der breitflächigen Verbreitung, mit immer neueren technischen Innovationen nicht nur das Indikationsspektrum, sondern auch neue Goldstandards durch intensive klinische Forschung definiert werden müssen. 

In dieser Ausgabe von „Informationen aus Orthodontie & Kieferorthopädie” wird unter anderem das „State of the Art” der digitalen 3D-Modelle kritisch beleuchtet, die 3D-Fotografie und die Fusion von 3D-Bildern in einen 3D-Datensatz werden präsentiert, die Vor- und Nachteile der 3D-Bildgebung diskutiert und ihre Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen mit Blick auf die Zukunft erläutert. Wo immer möglich, werden klinische Tipps gegeben, um den Durchblick im klinischen Alltag zu erleichtern. 

Auch finden Sie in diesem Heft einen interessanten Fallbericht, in dem ein ankylosierter Zahn als „skelettale Verankerung” gebraucht wurde. Zudem ergänzt die Kolumne „Leser fragen / Experten antworten” diese Ausgabe mit einem klinisch relevanten und ausführlichen Bericht über die Therapie multipler gingivaler Rezessionen. 

Als Novum wurde diese Ausgabe mit Videos, die online zur Verfügung stehen, bereichert.