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DOI: 10.1055/s-0031-1272130
Bedeutung der obstruktiven Schlafapnoe in einer populationsbasierten Studie
Fragestellung: Das Ziel der vorliegenden Studie besteht in der Schätzung der alters- und geschlechtsspezifische Prävalenz der obstruktiven Schlafapnoe, der Insomnie sowie des Restless-Legs-Syndroms anhand von Daten der populationsbasierte Study of Health in Pomerania (SHIP).
Patienten und Methoden: Im Rahmen der Studie wird bei allen Teilnehmern im Alter von 20–79 Jahren bei Vorliegen eines entsprechendes Einverständnisses eine kardiorespiratorische Polysomnografie durchgeführt. Neben weiteren Parametern wird der Apnoe-Hypoindex (AHI) bestimmt. Darüber werden mittels Interview und standardisierter Fragebögen die subjektive Tagesschläfrigkeit (ESS), der Schweregrad einer evtl. vorhanden Insomnie (ISI-Score), die Schlafqualität (PSQI) sowie das Vorhandensein eines Restless-Legs-Syndroms (RLS-DI) objektiviert.
Ergebnisse: Von September 2008 bis August 2010 wurden 2346 Probanden in SHIP-Trend untersucht. An der schlafmedizinischen Untersuchung nahmen 879 (37,5%) Probanden teil. Polysomnographische Auswertungen liegen derzeit für 520 (56,5%) Probanden vor. Bei 115 Probanden (22,2%) ergab die Auswertung einen AHI >15.
Schlussfolgerungen: Die Prävalenz der therapiebedürftigen, polysomnographisch gesicherten obstruktiven Schlafapnoe ist in der Allgemeinbevölkerung sehr hoch. Die Bedeutung von klinischer Symptomatik, Alter, Geschlecht, BMI, Komorbidität und anderen Einflussfaktoren wird in diesem Zusammenhang analysiert.