Gesundheitswesen 2012; 74(07): 449-458
DOI: 10.1055/s-0032-1314823
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Personbezogene Faktoren der ICF

Beispiele zum Entwurf der AG „ICF“ des Fachbereichs II der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)Personal Factors of the ICFExamples for the Draft of the Working Group “ICF” of Faculty II of the German Society for Social Medicine and Prevention (DGSMP)
S. Grotkamp
1   MDK Niedersachsen, Leiterin des FB II und der AG „ICF“ der DGSMP, Leiterin der Sozialmedizinischen Expertengruppe „Leistungsbeurteilung/Teilhabe“ der MDK Gemeinschaft, Hannover
,
W. Cibis
2   Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), stellvertretender Leiter der AG „ICF“ der DGSMP, Frankfurt
,
E. Nüchtern
3   MDK Baden-Württemberg, Leiterin Fachbereich Allgemeine Sozialmedizin, Lahr/Schwarzwald
,
A. Baldus
4   Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V., Geschäftsführerin, Hürth – Efferen
,
J. Behrens
5   Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät, Halle (Saale)
,
P. O. Bucher
6   Luzerner Kantonsspital, Leiter der Neuropsychologie Rehabilitation, Luzern-CH
,
I. Dommen Nyffeler
7   Luzerner Kantonsspital, Leiterin Therapien Rehabilitation, Luzern-CH
,
H. P. Gmünder
8   Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil, Direktor SPZ, Nottwil-CH
,
C. Gutenbrunner
9   Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Chefarzt der Klinik für Rehabilitationsmedizin, Hannover
,
T. Hagen
10   MDK Bayern, Fachteam Rehabilitation, Bad Kissingen
,
K. Keller
11   Rehabilitationsklinik Herzogsägmühle, Leiter Bereich Rehabilitation, Peiting-Herzogsägmühle
,
D. Pöthig
12   Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern (eVAA) e.V., Vorsitzende des Vorstandes, Leipzig
,
S. Queri
13   Hochschule für Angewandte Wissenschaften Ravensburg-Weingarten, Studiendekanin Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege; Weingarten
,
H. P. Rentsch
14   Luzerner Kantonsspital, Chefarzt Rehabilitation, Luzern-CH
,
M. Rink
15   BAG SELBSTHILFE e.V., Mitglied im Vorstand, Düsseldorf und DVfR, 2. stellv. Vorsitzende, Heidelberg
,
H. Schian
16   Gesundheitsberatung GbR, Geschäftsführer, Wilnsdorf
,
M. Schian
17   Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), Projektkoordinator, Frankfurt
,
M. Schwarze
18   Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Koordinierungsstelle Angewandte Rehabilitationsforschung an der Klinik für Rehabilitationsmedizin, Hannover
,
G. von Mittelstaedt
19   Präsident der DGSMP, Mannheim
,
W. Seger
20   MDK Niedersachsen, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Niedersachsen, Hannover
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Publication Date:
17 July 2012 (online)

Zusammenfassung

Ziel:

Die Arbeitsgruppe ICF des Fachbereichs II „Praktische Sozialmedizin und Rehabilitation“ der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention entwarf 2010 eine Liste personbezogener Faktoren der ICF für den deutschen Sprachraum. Deren mögliche Wirkungsweisen und ihr Nutzen sollen nun durch Beispiele veranschaulicht werden.

Methodik:

In einer multiprofessionell zusammengesetzten Arbeitsgruppe wurden mittels einer qualitativen Herangehensweise Beispiele für mögliche gegensätzliche Wirkweisen von personbezogenen Faktoren formuliert.

Ergebnisse:

Der bereits in 2010 publizierte Vorschlag zur Ausgestaltung der Komponente von personbezogenen Kontextfaktoren wurde für jeden dort aufgeführten personbezogenen Faktor um 2 Beispiele ergänzt. Diese Beispiele sollen dem Nutzer die mögliche positive wie negative Wirkweise der Kontextfaktoren im Sinne eines Förderfaktors oder einer Barriere verdeutlichen.

Schlussfolgerung:

Die Beispiele sollen die Sinnhaftigkeit der ausgewählten Items und die Breite der möglichen Anwendungszusammenhänge verdeutlichen.

Ausblick:

Der vorgelegte Entwurf als konsentierte Anregung einer deutsch-schweizerischen Arbeitsgruppe der DGSMP zu einer möglichen Ausgestaltung der Komponente der personbezogenen Faktoren der ICF soll zunehmend der Öffentlichkeit und insbesondere den Betroffenen selbst den Zugang zu diesem Ansatz und den Einstieg in die Diskussion erleichtern. Eine enge wissenschaftliche Begleitung und die Diskussion auch über die Landesgrenzen hinaus wird sich nun anschließen müssen, um die noch offenen Fragen, insbesondere zu den Abgrenzungsproblemen, ggf. auch international zu klären.

Abstract

Purpose:

The presentation aims at illustrating the draft proposal of personal factors of the ICF for German-speaking regions which has been published in 2010 by the working group ICF of Faculty II “Social Medicine and Rehabilitation” of the German Society for Social Medicine and Prevention, DGSMP. For this reason, each personal factor is illustrated by two examples. Thus, the benefit is intended to be convincing.

Methods:

Applying a qualitative approach, the working group ICF consisting of members of various professions and institutions including a patients’ representative selected for each item one example the factor serving as a facilitator and a second the factor serving as a barrier.

Results:

The components of the personal factors, as proposed, are presented, each factor is accompanied by two examples.

Conclusion:

The presentation demonstrates the various possibilities of applying personal factors and intends to prove that the selection of items chosen makes sense. The process of a comprehensive discussion about the possible format of the component of personal factors in the ICF should lead to a further optimization of the proposal and the preparation of a discussion at an international level.