Aktuelle Kardiologie 2013; 2(4): 225-232
DOI: 10.1055/s-0032-1325076
Übersichtsarbeit
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die „Heart-Team“-Entscheidung: Wie ist eine sinnvolle Umsetzung möglich?

The “Heart Team” Approach: Thoughtful Implication in Clinical Practice
Enno Boudriot
Klinik für Innere Medizin/Kardiologie, Herzzentrum Leipzig, Universität Leipzig
,
Gerhard Schuler
Klinik für Innere Medizin/Kardiologie, Herzzentrum Leipzig, Universität Leipzig
,
Friedrich-Wilhelm Mohr
Klinik für Innere Medizin/Kardiologie, Herzzentrum Leipzig, Universität Leipzig
,
Joerg Seeburger
Klinik für Innere Medizin/Kardiologie, Herzzentrum Leipzig, Universität Leipzig
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
19. August 2013 (online)

Zusammenfassung

Unter einem „Heart Team“ versteht man ein Team kardiologischer Spezialisten bestehend aus einem Kardiochirurgen, einem interventionellen Kardiologen und einem nicht interventionellen Kardiologen. Diese arbeiten täglich eng zusammen mit dem Ziel, die Patientenversorgung bestmöglich zu optimieren. Der klinische und wissenschaftliche Fokus eines Heart Teams kann jedoch sehr unterschiedlich sein, da sich in der praktischen Umsetzung verschiedene Subspezialisierungen herausgebildet haben. So unterscheidet man voneinander unabhängige Heart Teams für die Behandlung der Aortenklappenstenose, der Mitralklappeninsuffizienz, der koronaren Herzkrankheit und der Herzinsuffizienz. Von besonderer Bedeutung für jedes Heart Team ist die Bereitschaft der einzelnen Mitglieder und Abteilungen, intensiv miteinander zu kooperieren. Nichtsdestotrotz ist nach Meinung der Autoren der „Heart-Team“-Ansatz die derzeit beste Form der interdisziplinären Kooperation und er wird in der Zukunft eine absolute Voraussetzung für eine Herzmedizin auf höchstem Niveau sein.

Abstract

The “Heart Team” is considered a team of cardiac specialists, including a cardiac surgeon, an interventional cardiologist and a non-interventional cardiologist, who work very closely together on a daily basis in order to optimize and improve patient care. The clinical and scientific focus of a heart team can be very different since due to daily practice several subspecialties have emerged, such as independent heart teams for treatment of aortic valve stenosis, mitral regurgitation, coronary artery disease, and heart failure. It is of note that any heart team depends entirely on the participants and their willingness to cooperate. Nevertheless, to the understanding of the authors, the heart team approach represents current best possible practice of interdisciplinary cooperation and will be mandatory in the future to offer high quality cardiac care.