Der Klinikarzt 2012; 41(12): 614
DOI: 10.1055/s-0032-1332793
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zielgerichtete Karzinomtherapie – Beeinflussung des MET-Signalwegs als neue Therapieoption

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Publikationsdatum:
17. Dezember 2012 (online)

 

Die Differenzierung des Lungenkarzinoms hat durch die Bestimmung eines immunologischen und molekularen Profils eine stetige Erweiterung erfahren und eröffnet durch die Etablierung prädiktiver Biomarker auch die Option zur personalisierten Krebstherapie, so Prof. Hilbe, Innsbruck, auf einem Satellitensymposium. Mittlerweile kennt man eine Reihe durch Mutationen hervorgerufene Expressionsmuster, die sich durch molekulare Marker erkennen lassen und die Behandlung mit zielgerichteter Medikation erlauben. Als Beispiel nannte Hilbe die Ergebnisse der IPASS-Studie, bei der Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen deutlich stärker von dem EGFR-Inhibitor Gefitinib profitierten, als die Patienten ohne aktivierende EGFR-Mutationen, die einen größeren Nutzen von der Chemotherapie hatten. Die effektive und hinsichtlich einer Chemotherapie vergleichsweise gut verträgliche Therapie mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) hat aber auch ihre Grenzen. So gelingt es der Krebszelle durch die Hochregulierung des MET-Signalwegs, als Reaktion auf die komplette Hemmung des EGF-Rezeptors, dem Tod zu entgehen und den Progress fortzusetzen.