Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2013; 10(3): 157-161
DOI: 10.1055/s-0033-1346860
Aktuell diskutiert
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zirkulierende Tumorzellen beim Mammakarzinom – Klinische Relevanz zirkulierender Tumorzellen aus peripherem Blut

Carsten Hagenbeck
1   Universität Düsseldorf, Frauenklinik, Moorenstr. 5, 40 225 Düsseldorf
,
Natalia Krawczyk
1   Universität Düsseldorf, Frauenklinik, Moorenstr. 5, 40 225 Düsseldorf
,
Carola Melcher
1   Universität Düsseldorf, Frauenklinik, Moorenstr. 5, 40 225 Düsseldorf
,
Bernadette Jäger
2   Universität Ulm, Frauenklinik, Prittwitzstr. 43, 89 075 Ulm
,
Malgorzata Banys
3   Marienkrankenhaus Hamburg, Frauenklinik, Alfredstr. 9, 22 087 Hamburg
4   Universität Tübingen, Frauenklinik, Calwer Straße 7, 72 076 Tübingen
,
Andreas Hartkopf
4   Universität Tübingen, Frauenklinik, Calwer Straße 7, 72 076 Tübingen
,
Tanja Fehm
1   Universität Düsseldorf, Frauenklinik, Moorenstr. 5, 40 225 Düsseldorf
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Publication History

Publication Date:
12 December 2013 (online)

Die Theorie einer hämatogenen Streuung von Krebszellen wurde bereits im 19. Jahrhundert von verschiedenen Autoren verfolgt [2] . Die von Paget 1889 geprägte Vorstellung des „seed and soil“-Modells unterstrich früh die komplexen Zusammenhänge zwischen einzelnen Tumorzellen und der Mikroumgebung als Grundlage einer metastatischen Absiedlung [42]. Ein Jahrhundert später konnten Methoden zum Nachweis sowie zur Charakterisierung einzelner Tumorzellen in Knochenmark und Blut entwickelt werden. Die Bedeutung und klinischen Einsatzmöglichkeiten disseminierter Tumorzellen (DTZ) im Knochenmark bzw. zirkulierender Tumorzellen (ZTZ) im Blut werden aktuell in klinischen Studien geprüft. Während der Routineeinsatz von Knochenmarkspunktionen zum DTZ-Nachweis zeit- und kostenintensiv ist und für die Patientin eine schmerzhafte, invasive Maßnahme bedeutet, bietet die periphere Blutentnahme eine Vielzahl an Vorteilen, insbesondere für serielle Untersuchungen, z. B. während einer Systemtherapie oder während der Follow-Up-Phase.