Notfallmedizin up2date 2013; 8(4): 301-316
DOI: 10.1055/s-0033-1346914
Spezielle Notfallmedizin
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Verletzungen durch Säuren, Laugen und Gefahrstoffe im Rettungsdienst

Teil 2
Florian Reifferscheid
,
Guido Kaiser
,
Matthias Freudenberg
,
Markus Stuhr
,
Thoralf Kerner
Further Information

Publication History

Publication Date:
16 December 2013 (online)

Kernaussagen
  • Verletzungen durch Säuren, Laugen oder andere Gefahrstoffe können sich sehr unterschiedlich präsentieren und begegnen dem Rettungsdienst nicht nur im Güterverkehr, sondern auch im beruflichen und häuslichen Umfeld der Betroffenen.

  • Die Erkennung und Behandlung dieser Verletzungen erfordert besondere Aufmerksamkeit und spezielle Kenntnisse, die im Bedarfsfall aus Datenbanken oder durch Rücksprache mit Spezialisten wie beispielsweise den Giftinformationszentren, den BVZ oder der ATF eingeholt werden können.

  • Für den wirksamen Schutz der Einsatzkräfte und Betroffenen kommt dem Erkennen eines Gefahrstoffunfalls eine entscheidende Bedeutung zu.

  • Nach der Rettung des Patienten aus dem Gefahrenbereich sollte das ABCDE-Schema angewandt werden, um die Vitalfunktionen des Patienten zu sichern.

  • Die medizinische Erstversorgung Vergifteter orientiert sich an der „Fünf-Finger-Regel“.

  • Bei Verätzungen durch Säuren oder Laugen sollte mit einem Zentrum für Schwerbrandverletzte Kontakt aufgenommen und der Patient ggf. dorthin verlegt werden.

  • Die Flusssäureverätzung stellt sowohl hinsichtlich der Gefahren als auch der Therapie einen Sonderfall dar.