Inf Orthod Kieferorthop 2013; 45(02): 113-120
DOI: 10.1055/s-0033-1347181
Fallbericht
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zweitbehandlung nach 8-jähriger kieferorthopädischer Therapie wegen retinierter Oberkiefereckzähne mit ausgeprägten iatrogenen Wurzelresorptionen der Schneidezähne

Retreatment after 8 Years of Prior Orthodontic Therapy for Retained Upper Canines with Severe Iatrogenic Root Resorptions of the Maxillary IncisorsU.E. M. Schneider-Moser1, L. Moser1
  • 1Private kieferorthopädische Praxis, Bozen, Südtirol, Italien
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Publication Date:
03 July 2013 (online)

Zusammenfassung

Die Retention von Oberkiefereckzähnen stellt den Kieferorthopäden häufig vor komplexe diag­nostische Fragen und therapeutische Entscheidungen. Zum einen ist zu klären, wie ausreichende Platzverhältnisse für die verlagerten Zähne geschaffen werden sollen. Danach muss, abgesehen von der diffizilen Mechanik während der orthodontischen Einreihung, auch die chirurgische Freilegung und die intraoperative Säureätztechnik beim Kleben eines Attachments äußerst sachgemäß durchgeführt werden, damit es nicht zu iatrogenen Folgeschäden kommt. Anhand des vorliegenden Falls werden grundsätzliche Fragen bei der Planung dieser höchst anspruchsvollen Behandlungen erörtert, Fehler aufgezeigt und Problemlösungen diskutiert.

Abstract

Orthodontic treatment of patients with impacted maxillary canines contains complex diagnostic questions and therapeutic decisions which do not only relate to a lack of adequate space or meticulous mechanical problems. A crucial procedure is the surgical exposure and the acid-etching procedure of the impacted teeth which can lead to severe iatrogenic sequelae, if the criteria of an appropriate technique are not entirely respected. The present case report highlights the basic principles of treatment planning, shows potential mistakes and discusses problem solving methods.