Inf Orthod Kieferorthop 2013; 45(03): 133
DOI: 10.1055/s-0033-1353218
Editorial
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R. Männchen1
  • 1Kieferorthopädische Fachpraxis in Winterthur, Schweiz
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Publication Date:
19 September 2013 (online)

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Dr. med. dent. Roland Männchen

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Welcher Kliniker kennt das nicht: Eine Behandlung wurde nach bestem Wissen und Gewissen geplant, eine ausgeklügelte individualisierte Mechanik angewandt, alle Regeln der Biomechanik beherzigt und der Patient hat sogar mitgearbeitet. Und trotzdem wurde nur ein „suboptimales“ Resultat erzielt oder die Okklusion ist schon kurze Zeit nach dem Debonding wieder am „entgleisen“.

Natürlich kann auch ein gut ausgebildeter und erfahrener Kliniker manchmal das Wachstumsmuster falsch einschätzen oder einen Planungsfehler begehen, aber nicht immer ist er am Misserfolg selbst schuld.

Eine dieser Situationen stellt die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) dar. Dabei denken wir meist an die glücklicherweise recht seltenen, aber sehr gravierenden und auffälligen Abweichungen.

Dass dies nicht immer so sein muss, soll diese IOK-Ausgabe etwas erhellen.

Da die JIA auch isoliert im Kiefergelenk vorkommen kann und zudem häufig stumm verläuft, ist die Inzidenz unter den kieferorthopädischen Patienten viel höher als wir gemeinhin annehmen. Auch sind die Symptome nicht immer vor Behandlungsstart offensichtlich.

Leider sind die rheumatologischen, physiotherapeutischen, kieferorthopädisch interzeptiven aber auch die häufig notwendigen kombiniert kiefer­orthopädisch-kieferchirurgischen Möglichkeiten bis heute unbefriedigend, schlecht untersucht und/oder mit einer hohen Rezidivrate behaftet.

Ich habe versucht, das aktuelle Wissen über die JIA in dieser IOK-Ausgabe zusammen zu tragen und hoffe, dass ich Sie damit etwas für dieses Krankheitsbild sensibilisieren kann.

Und natürlich hoffe ich, dass Sie dieses Heft mit Interesse lesen werden.

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