Palliativmedizin 2014; 15 - PD271
DOI: 10.1055/s-0034-1374442

Bessere Versorgung für Menschen mit schweren psychischen Störungen? Die DGPPN S3-Leitlinie zu Psychosozialen Therapien: Empfehlungen, Verbreitung/Implementierung und neue Impulse für die Versorgungsforschung

S Riedel-Heller 1, U Gühne 1 T Becker 2, DGPPN S3-Leitlinien Team
  • 1Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health, Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, Leipzig, Deutschland
  • 2Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm, Bezirkskrankenhaus Günzburg, Günzburg, Deutschland

Psychosoziale Intervention stellen neben den somatischen und psychotherapeutischen Therapien, eine wichtige und zentrale Säule psychiatrischer Behandlung für Menschen mit schweren psychischen Störungen dar. Im Rahmen der vorgestellten DGPPN S3-Leitlinie wird erstmals die Evidenz zu diesen Behandlungsmöglichkeiten systematisch aufbereitet und in Empfehlungen gegossen. Adressiert werden dabei zum einen komplexe Interventionen oder sogenannte Systeminterventionen, die darauf fokussieren, in welcher Weise Angebote zur Verfügung gestellt werden (z.B. multiprofessionelle gemeindepsychiatrische Behandlung, Arbeitsrehabilitation etc.) und sogenannte Einzelinterventionen, die in verschiedenen Behandlungs- und Versorgungszusammenhängen zum tragen kommen wie z.B. Psychoedukation, künstlerische Therapien oder Intervention zu Sport und Bewegung. Darüber hinaus werden Grundlagen psychosozialer Interventionen adressiert. Der Beitrag gibt eine Übersicht zu den Bereichen der Leitlinie und die entstandenen Empfehlungen, lotet Möglichkeiten der Verbreitung und Implementierung aus und leitet neue Impulse für die Versorgungsforschung ab.