Gastroenterologie up2date 2014; 10(03): 146-151
DOI: 10.1055/s-0034-1377622
Klinisch-pathologische Konferenz
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

IgG4-assoziierte sklerosierende Cholangitis als Differenzialdiagnose des hilären Gallengangskarzinoms

Steffen Jahn1
,
Thilo Welsch2
,
Felix Schaab3
,
Tobias Paulus3
,
Gustavo Baretton1
Further Information

Publication History

Publication Date:
04 September 2014 (online)

Fazit

Die IgG4-SC wird als biliäre Manifestation einer IgG4-SE verstanden. IgG4-assoziierte Erkrankungen neigen zur Ausbildung tumorartiger Läsionen. So wird die IgG4-assoziierte AIP schon seit geraumer Zeit als Differenzialdiagnose des Pankreaskarzinoms betrachtet. Die IgG4-SC findet zunehmend Beachtung als Differenzialdiagnose des CCC [15]. Die korrekte Diagnose kann insbesondere bei isolierter IgG-SC sehr schwierig sein, zumal normale Serum-IgG4-Werte die Diagnose keinesfalls ausschließen. Es bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft bessere internationale diagnostische Leitlinien für die IgG4-SC zur Verfügung stehen werden, sodass sich unnötige chirurgische Eingriffe bei IgG-SC auf der einen und eine verzögerte OP bei CCC auf der anderen Seite vermeiden lassen.

1 Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden


2 Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden


3 Institut und Poliklinik für Radiologische Diagnostik, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden