Urologie Scan 2014; 01(02): 141-153
DOI: 10.1055/s-0034-1377995
Fortbildung
Benignes Prostatasyndrom
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Diagnostische und therapeutische Strategien zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms in Klinik und Praxis

Wolfgang Otto
,
Eva Maria Lausenmeyer
Further Information

Publication History

Publication Date:
05 September 2014 (online)

Zusammenfassung

Obstruktiv-irritative Beschwerden auf dem Boden einer benignen Prostatahyperplasie gehören zu den wohl am häufigsten geäußerten Symptomen in der urologischen Patientenbetreuung. Diagnostik und Therapie des benignen Prostatasyndroms werden sowohl in der niedergelassenen Praxis als auch im Krankenhausbetrieb geleistet und auch wenn eine S3-Leitlinie noch fehlt, dienen detaillierte Richtlinien der großen internationalen Fachgesellschaften dabei als fundierte Grundlage. Der vorliegende Fortbildungsartikel möchte eine Übersicht zu den wichtigsten Aspekten dieses wesentlichen urologischen Krankheitsbildes geben – angefangen von den ersten diagnostischen Schritten wie der Anamnese-Erhebung mit dem Internationalen Prostata-Symptomen-Score bis zu den aktuellsten Entwicklungen alternativer Therapieverfahren zur operativen Desobstruktion. Er beleuchtet u. a. die Bedeutung der Sonografie transvesikal und transurethral und geht auf die Differenzierung gegenüber anderen Ursachen der „lower urinary tract symptoms“ mittels Videozystomanometrie ein. Die präoperative Abklärung von Komplikationen anhand von Urethrozystoskopie und bildgebenden Verfahren führt direkt zu den operativen Therapieoptionen, die bei frustraner medikamentöser Behandlung zum Einsatz kommen. Neben der transurethralen Elektroresektion oder der transvesikalen Adenomektomie bei großem Drüsenvolumen spielen hier heute bei zunehmendem Anteil von Patienten mit schweren kardialen Vorerkrankungen mehr und mehr alternative Lasertechnik-Verfahren eine wichtige Rolle.