Inf Orthod Kieferorthop 2014; 46(02): 63
DOI: 10.1055/s-0034-1382066
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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G. D. Strbac1
  • 1Fachbereich Orale Chirurgie, Universitätszahnklinik Wien, Medizinische Universität Wien, Österreich
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Publication Date:
17 June 2014 (online)

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Georg D. Strbac

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Leider kennt jeder von uns diese Situation: Ein Patient hat ein Trauma erlitten! Wie sollen wir ihn behandeln? Welche akuten Maßnahmen sollten durchgeführt werden? Welche interdisziplinären Therapiemöglichkeiten haben wir?

Die neue Ausgabe der Zeitschrift beschäftigt sich aus diesem Grund mit dem Thema Trauma und den möglichen Therapien.

Um die Prävalenz von Traumata deutlich reduzieren zu können, wird beschrieben, womit eine Prävention von Zahnverletzungen sehr einfach durchführbar ist. Hat ein Patient dennoch ein Trauma erlitten, sind die Behandlungsmöglichkeiten vom Schweregrad des Traumas und dem Alter des Patienten abhängig. Auch in schwierigen Situationen können durch moderne Materialien verschiedene festsitzende prothetische Versorgungen ein sehr gutes ästhetisches Ergebnis bieten. Abhängig vom Alter können bei noch im Wachstum befindlichen Patienten kombiniert kieferorthopädisch-chirurgische Behandlungen, wie eine Autotransplantation von Zähnen, einen funktionell und ästhetisch gleichwertigen Zahnersatz ermöglichen. Auch einfache kieferorthopädische oder chirurgische Maßnahmen können heute zu einer deutlichen Verbesserung der Hart- und Weichgewebsstrukturen beitragen. Zusätzlich kann nach einem traumatischen Zahnverlust bei erwachsenen Patienten eine sofortige implantat-prothetische Versorgung ermöglicht werden.

Zur Erleichterung zukünftiger Behandlungen möchte ich gerne auf die aktuellen Richtlinien der „International Association of Dental Traumatology“ (IADT) hinweisen [1] [2] [3]. In diesen internationalen Guidelines werden alle wichtigen Maßnahmen, die bei einem akuten Trauma berücksichtigt werden müssen, sowie notwendige Therapieschritte bei einer akkuraten Versorgung beschrieben.

Diese internationalen Empfehlungen können jederzeit auch im Internet abgerufen werden (http://www.dentaltraumaguide.org). Zusätzlich ist seit kurzem sogar eine App für mobile Geräte in 16 Sprachen erhältlich (IADT Dental Trauma App).

Ich bedanke mich bei allen Autoren für ihr Engagement und wünsche Ihnen viel Spaß beim ­Lesen dieser Ausgabe.

Mit den besten kollegialen Grüßen,

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Georg D. Strbac