Zusammenfassung
Das System der gesetzlichen Krankenversicherung sieht in Deutschland das Instrument
eines Regresses der Medikamentenkosten gegenüber dem Arzt bei nicht indizierter, aber
auch bei unwirtschaftlicher Verordnung vor. Dies kann bei teuren Medikamenten existenzbedrohend
sein. Diese Größenordnung wird bei den derzeit gültigen Therapiekosten der direkt
antiviral auf das Hepatitis-C-Virus wirksamen Medikamente erreicht. Zusätzlich haben
einige gesetzliche Krankenkassen angekündigt, das Instrument der Therapieüberprüfung
mit dem Ziel eines Regresses für diese Medikamentengruppe aktiv zu nutzen. Vor diesem
Hintergrund werden die Stadien der Zulassung eines Medikamentes analysiert und mit
den möglichen Regressrisiken in Zusammenhang gesetzt.
Abstract
A unique specialty of the German public health insurance system is the option to hold
a physician liable for the cost of medication considered not to be in line with the
indication or to not to be used in a cost efficient way. Due to the high prices of
direct acting antivirals (DAA) against the hepatitis C virus the potential financial
losses are substantial. In addition, some of the public health insurance companies
have already announced their intent to challenge the use of DAA. In this context the
options as to how to minimise this risk are analysed within the given legal environment.
Schlüsselwörter
Hepatitis C - Kosten - Verantwortlichkeit - Hausarzt
Key words
hepatitis C - costs - liability - physicians