Inf Orthod Kieferorthop 2014; 46(04): 233
DOI: 10.1055/s-0034-1396841
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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A. G. Crismani1
  • 1Universitätsklinik für Kieferorthopädie, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich
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Publication Date:
07 January 2015 (online)

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Prof. Dr. Adriano Crismani

Werte Leserinnen und Leser der IOK,

Ich darf Ihnen das vierte Heft 2014 vorstellen und hoffe, dass es auch für Sie eine oder sogar mehrere interessante Arbeiten, von internationalen Autoren geschrieben, beinhaltet.

In der vorliegenden Ausgabe werden unterschiedliche Facetten der modernen kieferorthopädischen Diagnostik und der aktuellen festsitzenden Therapie sowie Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Logopädie und Kieferorthopädie präsentiert.

R. Biedermann et al. stellen eine In-vitro-Studie vor, in welcher die intrapulpäre Temperaturentwicklung unter Verwendung von rotierenden Instrumenten an 105 extrahierten Zähnen gemessen und kritisch diskutiert wird.

M. Furtenbach beschreibt unter anderem in ihrem Beitrag die offene Mundhaltung und ihre Therapie sowie praktische Ergebnisse interdisziplinärer Kooperation zwischen Logopädie und Kieferorthopädie.

V. Bürkle und F.G. Mathers erläutern wie auch bei pädiatrischen Patienten das Management der Angst effektiv und sicher durch die Anwendung von Lachgas in der kieferorthopädischen Praxis gehandhabt werden kann.

Der Frage der Präzision bei der Herstellung von Modellen mittels Low Budget 3D-Druckern in der Kieferorthopädie sind B. Paal et al. nachgegangen. In ihrem Artikel schlussfolgern die Autoren, dass 3D-gedruckte Modelle mittels Makerbot Replikator 2 genau und zu Gipsmodellen akzeptabel sind.

J. Schmid et al. veranschaulichen die skelettale und dentoalveoläre Wirkung des BioBiteCorrectors, eines festsitzenden Non-Compliance-Klasse-II-Geräts, anhand des Vergleichs von seitlichen Fernröntgenbildern vor und nach seinem Einsetzen. Signifikante Positionsveränderungen von skelettalen Referenzpunkten waren ersichtlich.

D. Ihlow et al. berichten in ihrer Untersuchung über die Vorteile einer modifizierten Serienextraktion im Unterkiefer nach 10-jähriger Anwendung. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass die Eruption des ersten Prämolaren positiv durch die umgekehrte Durchbruchssequenz von Eckzahn und Prämolaren beeinflusst wird.

E. Gündüz et al. beschreiben in ihrem Fallbericht die nachweisbare Knochenregeneration im Alveolarbereich durch kieferorthopädischen Lückenschluss bei einer 17-jährigen Patientin sowie die Stabilität des Ergebnisses 4 Jahre nach Behandlungsabschluss.

Ein interessanter Beitrag von H. Riechelmann im Rahmen der Rubrik „Leser fragen – Experten antworten“ bezüglich des Zufallsbefundes Sinusitis bei kieferorthopädischen Patienten schließt das vorliegende Heft ab.

Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen!

Mit kollegialer Hochachtung