Pneumologie 2017; 71(S 01): S1-S125
DOI: 10.1055/s-0037-1598343
Posterbegehung – Sektion Endoskopie
Bronchoskopie 1 (Interventionelle Bronchoskopie) – Dieter Würflein/Nürnberg, Philipp M. Lepper/Homburg (Saar)
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Entfernung endobronchialer Fremdkörper bei pädiatrischen Patienten mittels flexibler Bronchoskopie

A Kamp
1  Klinik für Innere Medizin V, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinik des Saarlandes
,
N Paquet
2  Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinik des Saarlandes
,
F Trudzinski
1  Klinik für Innere Medizin V, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinik des Saarlandes
,
H Wilkens
1  Klinik für Innere Medizin V, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinik des Saarlandes
,
K Rentz
1  Klinik für Innere Medizin V, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinik des Saarlandes
,
R Bals
1  Klinik für Innere Medizin V, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinik des Saarlandes
,
PM Lepper
1  Klinik für Innere Medizin V, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin, Universitätsklinik des Saarlandes
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
23 February 2017 (online)

 

Einleitung:

Die Aspiration von Fremdkörpern ist häufiger bei Kindern als bei erwachsenen Patienten. Hieraus resultiert ein deutlich schwieriger Atemwegszugang und dass die bronchoskopischen Möglichkeiten deutlich eingeschränkt sind. Standardmäßig erfolgt die Entfernung von endobronchialen Fremdkörpern beim Kind mittels starrer Bronchoskopie. Diese ist jedoch in der alltäglichen Routine seltener geworden, wodurch viele Ärzte in dieser Technik nicht geübt sind.

Methode:

Fallserie von 3 Kindern im Alter zwischen 18 und 27 Monaten und einem Kind im Alter von 13 Jahren mit Fremdkörperaspiration. Die Entfernung erfolgte mittels flexibler Bronchoskopie über eine Larynxmaske (LAMA) in Allgemeinanästhesie. Im Vergleich zur endotrachealen Intubation kann über die LAMA ein größeres Bronchoskop mit entsprechend größerem Arbeitskanal eingeführt werden.

Ergebnisse:

In allen Fällen konnte nach Inspektion des Atemweges und Lokalisation des Fremdkörpers eine Entfernung dieses mittels flexibler Bronchoskopie erfolgen. In keinem der Fälle traten relevante Komplikationen wie z.B. Blutungen auf. In einem Fall kam es bei der anschließenden Inspektion des Atemweges zu einem milden Bronchospasmus, welcher durch die Vertiefung der Narkose behoben werden konnte.

Schlussfolgerung:

Die Entfernung von endobronchialen Fremdkörpern mittels flexibler Bronchoskopie via LAMA ist insbesondere beim Kind eine Alternative zur starren Bronchoskopie. Die Methode ist weniger traumatisch und schneller als eine starre Bronchoskopie. Im Vergleich zur endotrachealen Intubation können über eine LAMA Bronchoskope mit einem höheren Innendurchmesser genutzt werden, was den Einsatz größerer Greifwerkzeuge möglich macht.