Adipositas - Ursachen, Folgeerkrankungen, Therapie 2017; 11(02): 69-75
DOI: 10.1055/s-0037-1618960
Übersichtsarbeit
Schattauer GmbH

Zusammenfassung der “2016 European Guidelines on Cardiovascular Disease Prevention in Clinical Practice”

Article in several languages: deutsch | EnglishS. Engeli1
  • 1Institut für Klinische Pharmakologie, Medizinische Hochschule Hannover (Direktor: Dirk O. Stichtenoth)
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Publication Date:
29 December 2017 (online)

Zusammenfassung

Die Anwendung der “2016 European Guidelines on Cardiovascular Disease Prevention in Clinical Practice” erlauben eine präzise individuelle kardiovaskuläre Risikoabschätzung, die auch im klinischen Alltag recht schnell vorgenommen werden kann. Die auf der Risikoevaluation aufbauenden Präventionsund Therapieempfehlungen sind immer dann griffig und meist gut evidenzbasiert durch mehrere randomisierte Studien und Metaanalysen, wo quantitative Parameter vorhanden sind (Blutdruck, Lipidwerte, HbA1c, wöchentliche Dauer und Intensität körperlicher Aktivität). Mit Ausnahmen der Beeinflussung des Rauchverhaltens, bei dem nachweislich große Erfolge mit bestimmten bevölkerungsbasierten Präventionsmaßnahmen erzielt wurden, bleiben viele andere so genannte Lebensstilempfehlungen deutlich vager formuliert und repräsentieren insbesondere auf der Bevölkerungsebene schlecht validierte Expertenmeinungen. Hier ist zukünftig das größte Augenmerk auf eine Verbesserung der Evidenz zu richten.