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DOI: 10.1055/s-0038-1639945
Die dicke Zunge – eine seltene Differentialdiagnose
Hintergrund:
Amyloidose manifestiert sich in bis zu 20% der Fälle im Kopf-Hals-Bereich. Dies führt zu unterschiedlichsten Symptomen in Abhängigkeit des betroffenen Gewebes. Die Diagnosesicherung erfolgt mittels histologischem Nachweis von Amyloidablagerungen in der Kongorot-Färbung im Polarisationsmikroskop. Die HNO-ärztliche Therapie stellt dabei nur einen Baustein der notwendigen interdisziplinären Behandlung dar.
Ziele: Darstellung der verschiedenen Erscheinungsformen im HNO-Bereich und notwendigen interdisziplinären Diagnostik.
Fallserie: Fallpräsentation einer weiblichen Patientin mit amyloidotischer Makroglossie bei Multiplem Myelom. Die Diagnose ergab sich als histologischer Zufallsbefund im Rahmen der endoskopischen Untersuchung bei Verdacht auf ein Plattenepithelkarzinom der Zunge. Das Multiple Myelom konnte laborchemisch und mittels Knochenmarkspunktion gesichert werden.
Schlussfolgerung:
Amyloidose im HNO-Bereich ist eine seltene und klinisch herausfordernde Erkrankung. Die Diagnose sollte bei unüblich erscheinenden Raumforderungen in Betracht gezogen werden und erfordert eine über den HNO-Bereich hinausgehende interdisziplinäre Behandlung.
Publication History
Publication Date:
23 May 2018 (online)
© 2018. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).
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