CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S165
DOI: 10.1055/s-0038-1640281
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Erste Resultate mit einem neuen, drucklosen, nicht-implantierbaren Knochenleitungshörgerät

V Dahm
1  Universitätsklinik für HNO, AKH-Wien, Wien, Österreich
,
WD Baumgartner
1  Universitätsklinik für HNO, AKH-Wien, Wien, Österreich
,
C Arnoldner
1  Universitätsklinik für HNO, AKH-Wien, Wien, Österreich
,
D Riss
1  Universitätsklinik für HNO, AKH-Wien, Wien, Österreich
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Das Ziel dieser Studie war die Erhebung der Funktionalität sowie der Vor- und Nachteile bei der Verwendung eines neuen, nicht implantierbaren, drucklosen Knochenleitungshörgerätes.

Methoden:

12 Patienten wurden in die Studie an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten eingeschlossen. Alle Patienten hatten seit mindestens 3 Monaten eine Schallleitungsschwerhörigkeit. Es wurde eine Freifeldaudiometrie, ein Freiburger Einsilbertest und ein Oldenburger Satztest (OlSa) durchgeführt. Zusätzlich wurden zwei Fragebögen erhoben, einer zur Objektivierung des subjektiven Hörvermögens (SSQ12) und der zweite zur Erhebung der allgemeiner Lebensqualität (AQoL-8D). Zusätzlich führten die Patienten während der Tragedauer ein Tagebuch.

Ergebnisse:

Die Analyse zeigte eine Hörschwelle mit Hörgerät von 30.1 dB HL (± 7.0 SD) und von 45.0 dB HL (± 6.8 SD) ohne Hörgerät. Die resultierende Hörverbesserung von 14.9dB (p < 0.001) war statistisch signifikant. Im Freiburger Einsilbertest zeigte sich eine gemittelte Verbesserung von 30% bei 65dB. Im OlSa ergab sich eine Verbesserung von 56.8 dB (± 6.1) auf 44.5 dB (± 6.4) ohne Störlärm. Sowohl im SSQ12 als auch im AQoL-8D zeigte sich eine signifikante Verbesserung nach zwei Wochen Hörgeräteverwendung.

Schlussfolgerungen:

Dieses neue, drucklose, nicht-implantierbare Knochenleitungshörgerät zeigt eine hohe Patientenzufriedenheit. Es verursacht weder Hautirritationen noch Schmerzen, da auch kein Druck auf die Haut ausgeübt werden muss. Der Hörgewinn ist vergleichbar mit anderen Knochenleitungshörgeräten ohne die ästhetischen Nachteile mit sich zu bringen.