CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S177
DOI: 10.1055/s-0038-1640326
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Untersuchung zur Third Party Disability im Rahmen der Hörrehabilitation

L Götze
1  Klinik für HNO Heilkunde der Ruhr-Universität Bochum, Bochum
,
A Marek
2  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der RUB, Bochum
,
L Harbert
2  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der RUB, Bochum
,
M Pertz
2  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der RUB, Bochum
,
S Dazert
2  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der RUB, Bochum
,
JP Thomas
2  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der RUB, Bochum
,
C Völter
2  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der RUB, Bochum
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Bedingt durch den sozialen Rückzug und das veränderte Kommunikationsvermögen führt eine Hörminderung nicht nur bei den Schwerhörigen selbst, sondern auch bei den nächsten Angehörigen zu einer Belastung. Obwohl deren Unterstützung für eine erfolgreiche Hörrehabilitation von großer Bedeutung ist, wird dieser sog. Third Party Disability im Rahmen einer Schwerhörigkeit noch wenig Beachtung geschenkt.

In einer prospektiven Langzeitstudie wurden 20 beidseitig hochgradig Schwerhörige und ihre Angehörigen hinsichtlich der Belastungssituation vor einer Cochleaimplantation sowie im Therapieverlauf mithilfe des SOS-HEAR (Significant Other Scale for Hearing Disability) befragt. Des Weiteren wurden die allgemeine und krankheitsbezogene Lebensqualität aus der Sicht der Betroffenen und der Angehörigen mithilfe des Nijmegen Cochlear Implant Questionnare sowie das Stressempfinden (Perceived Stress Questionnaire) und das Copingverhalten (Brief COPE) beider Partner neben soziökonomischen Faktoren erfasst. Zusätzlich erfolgte ein Reintonaudiogramm der Angehörigen im Frequenzbereich zwischen 500 und 8000 Hz.

Vorgestellt werden sollen mögliche Einflussfaktoren auf die Third Party Disability vor und nach einer Hörrehabilitation hinsichtlich des Geschlechts, des Alters, des Hörvermögens, der Copingstrategien und sozioökonomischer Gesichtspunkte sowohl der Betroffenen als auch der Angehörigen.

Die Kenntnis derselben könnte in Zukunft dazu beitragen, durch eine optimale psychosoziale Unterstützung der nächsten Angehörigen auch die Hörrehabilitation für den Patienten selbst zu verbessern.