CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S196
DOI: 10.1055/s-0038-1640390
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Scalenwechsel der CI Elektrode: Eine Analyse der Beurteilungsqualität verschiedener Bildgebungen

R Jacob
1  HNO Klinik des BwZKrhs Koblenz, Koblenz
,
F Lissek
2  BwZKrhs Koblenz Radiologie, Koblenz
,
Y Stelzig
3  BwZKrhs Koblenz HNO, Koblenz
,
S Waldeck
2  BwZKrhs Koblenz Radiologie, Koblenz
,
D Veit
2  BwZKrhs Koblenz Radiologie, Koblenz
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Gehörerhaltende CI Implantationen erfordern einen Erhalt der Innenohrstrukturen. Das Hörergebnis hängt von der korrekten Lage der CI Elektrode ab. Um valide Aussagen zur Rolle der Scalenlage zu machen, ist eine sichere Beurteilung der post-op Bildgebung notwendig. Die hohe Variabilität der Inzidenz eines Scalenwechsels kann auf eine Beurteilungsproblematik hinweisen.

Es wurden 56 post-op Auswertungen der Scalenposition durch 3 Radiologen und einen CI Chirurgen beurteilt. Hierbei wurde die Güte der Bildgebung, die Sicherheit der Beurteilung der Scalenlage (jeder Kontakt) und die Ergebnisse zwischen den Untersuchern verglichen.

Zur Beurteilung wurde das post-op DVT alleine, eine Fusion des DVT mit einem prä-op MRT (1,5 oder 3 Tesla) verglichen.

Die Ergebnisse zeigen eine hohe Unsicherheit in der Beurteilung der Scalenlage im DVT, die Ergebnisse der Beurteiler zeigten eine hohe Varianz. Die Rate eines Scalenwechsels war am niedrigsten.

Mit dem 1,5 Tesla MRT fusioniert, konnte die Beurteilungsqualität angehoben werden, zwischen den Untersuchern war keine Konkordanz erreicht.

Die Fusion mit dem 3 Tesla MRT brachte eine zuverlässige Beurteilungsübereinstimmung aller Untersucher, eine höhere Rate an Scalenwechsel und eine fast 100% Sicherheit in der Lagebeurteilung aller Kontakte.

Es zeigt sich, dass die Beurteilung der CI Elektrodenlage kritisch überprüft werden muss, und monomodale Bildgebungen keine valide Beurteilungsqualität haben. Für wissenschaftliche Fragestellungen sind nur die Fusion mit MRT Bildern ausreichend, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten. Die hohe Variablität des Scalenwechsels in der Literatur muss daher auf eine zu ungenaue Beurteilungsmethode zurückgeführt werden.