CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S198
DOI: 10.1055/s-0038-1640398
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Aktuelle Erkenntnisse zur Tubenfunktionsprüfung in einer hypo-/hyperbaren Druckkammer

S Jansen
1  HNO Uniklinik Köln, Köln
,
MF Meyer
1  HNO Uniklinik Köln, Köln
,
KB Hüttenbrink
1  HNO Uniklinik Köln, Köln
,
D Beutner
2  HNO Uniklinik Göttingen, Göttingen
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Die Eustachische Röhre spielt eine entscheidende Rolle beim Druckausgleich zwischen dem Mittelohr und dem Umgebungsdruck. Die Messung der Tubenfunktion ist bislang eine klinisch sowie wissenschaftliche Herausforderung. Sie gewinnt jedoch an Bedeutung, da u.a. die Ballondilatation vermehrt eingesetzt wird und deshalb ein zuverlässiges Diagnostikum benötigt wird. Die Messung der Tubenfunktion in einer hypo-/hyperbaren Druckkammer ist bereits etabliert, die Reliabilität dieser Messung wurde jedoch bisher nicht überprüft.

Methoden:

In der hypo-/hyperbaren Druckkammer wurden 25 gesunde Probanden (50 Ohren) einem standardisierten Profil aus Dekompression und Kompression ausgesetzt. Als Parameter zur Bestimmung der Tubenfunktion wurden Tubenöffnungsdruck (TÖD), Tubenöffnungszeit (TÖZ) und Tubenöffnungsfrequenz (TÖF) bestimmt. Das standardisierte Druckprofil wurde bei jedem Probanden dreimal hintereinander durchgeführt und die Werte statistisch ausgewertet.

Ergebnisse:

In der „Intra-Klassen-Korrelation“ zeigte sich eine hohe Korrelation beim passiven Druckausgleich für die TÖZ und die TÖF sowie beim aktiven Druckausgleich für den TÖD und die TÖZ. Weiterhin zeigte sich eine sehr hohe Korrelation für die TÖZ im passiven und die TÖF im aktiven Druckausgleich.

Schlussfolgerung:

Anhand der erhobenen Ergebnisse kann gesagt werden, dass die Messung der Tubenfunktion in einer Druckkammer mit kontinuierlicher Impedanzmessung als Goldstandard angesehen werden kann. Diese Ergebnisse können als Grundlage genommen werden, um zukünftig Operationserfolge beispielsweise durch die Ballondilatation objektiv bewerten zu können.