CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S209
DOI: 10.1055/s-0038-1640434
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Sprachverstehen mit CI in der Langzeitbetrachtung bei Patienten mit Auditorischer Neuropathie (Perisynaptische Audiopathie)

C Krüger
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
,
A Illg
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
,
T Lenarz
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
,
A Lesinski-Schiedat
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. April 2018 (online)

 

Einleitung:

Immer wieder wird das Sprachverstehen mit CI von Patienten mit Auditorischer Neuropathie diskutiert – unter anderem weil die Ursache dieser Hörstörung bislang noch nicht geklärt ist.

Materialien und Methodik:

Wir berichten über eine retrospektive Untersuchung von 22 Patienten mit auditorischer Neuropathie (Kinder und Erwachsene), die zwischen 1997 und 2017 mit einem Cochlea- Implantat versorgt wurden. Alle Patienten erhielten unmittelbar präoperativ eine vollständige ERA und OAE- Untersuchung sowie ein CT/MRT.

Ergebnis:

Mit dem CI erreichen 8 Patienten ein durchschnittliches oder überdurchschnittliches Ergebnis nach mehr als 2 Jahren CI Nutzung. 3 kindliche Patienten sind erst seit 1,5 Jahren implantiert, so dass vergleichbare Ergebnisse zurzeit noch nicht vorliegen. 6 Patienten erreichen ein Hörvermögen ohne zufrieden stellendes Sprachverstehen.

Diskussion:

Die Beratung und neuropädiatrische Untersuchung ist für die Patienten und die Eltern der Kinder bei diagnostisch nachgewiesener Auditorischer Neuropathie (Pathologische BERA bei gleichzeitig nachweisbarer Cochlea Funktion) von bei Bedeutung. Die Überwiegende Anzahl der Betroffenen profitiert von der elektrisch künstlichen Stimulation der CI. Die Ergebnisse sind aber schlechter als bei Patienten ohne auditorischer Neuropathie.