CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S226
DOI: 10.1055/s-0038-1640496
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Vergleich von Video-Kopfimpulstest (vHIT) mit Unterdrückungs-Kopfimpulstest (SHIMP) bei Patienten mit unilateralem Morbus Menière

T Netz
1  Uniklinikum RWTH Aachen, Aachen
,
M Westhofen
1  Uniklinikum RWTH Aachen, Aachen
,
J Ilgner
1  Uniklinikum RWTH Aachen, Aachen
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einführung:

Unterdrückungs-Kopfimpulstests, im englischen Schrifttum SHIMPs genannt, sind seit Kurzem verfügbar und können zur Prüfung der Bogengangsfunktion bei Patienten mit Morbus Menière ergänzend durchgeführt werden. Im Gegensatz zu den Video-Kopfimpulstests kann es bei der SHIMP-Untersuchung nicht zu verdeckten Sakkadierungen kommen. Die Kurven der Nachsakkadierungen und des Kopfimpulses überlagern sich nicht. Ziel dieser Studie ist der Vergleich des Gains bei Patienten mit unilateralem Menière zwischen vHIT und SHIMP als unterstützende Diagnostik.

Methoden:

35 Patienten mit vorbekanntem unilateralem Morbus Menière ohne akuten Anfall wurden mittels SHIMP und vHIT untersucht und der Gain miteinander verglichen um die erkrankte Seite zu identifizieren und die Diagnose zu stützen.

Resultate:

Beide Verfahren sind nützliche Messverfahren um zusammen mit dem klinischen Bild u die Diagnose Morbus Menière zu stützen. SHIMPs zeigten sich mit einer leicht höheren Gaindifferenz zwischen erkrankter und gesunder Seite als gute Ergänzung.