CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S233
DOI: 10.1055/s-0038-1640520
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Dyna-CT als Möglichkeit zur Lagekontrolle nach Cochlea Implantation

J Priese
1  HNO-Klink, Jena
,
GF Volk
2  Klinik für Hals-Nasen-und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Jena, Jena
,
R Aschenbach
3  Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, Universitätsklinik J, Jena
,
T Oberhoffner
4  Klinik für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Jena, Jena
,
S Koscielny
2  Klinik für Hals-Nasen-und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Jena, Jena
,
O Guntinas-Lichius
4  Klinik für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinik Jena, Jena
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Seit über 30 Jahren ist die Versorgung mit einem Cochlea Implantat (CI) ein Standardverfahren zur auditiven Rehabilitation von ertaubten Patienten. Die optimale Lage der CI Elektrode ist essentiell für den Operationserfolg. Zur postoperativen Lagekontrolle stehen gegenwärtig konventionelle Röntgenaufnahmen, die Computertomografie (CT) oder digitale Volumentomografie (DVT) zur Verfügung. Eine neue Möglichkeit ist die Dyna-CT, eine hochauflösende CT an Flachdetektor-Angiografieanlagen. Dabei dreht sich die Röhre mehrmals um den Kopf des Patienten. Aus den Daten können hochauflösende Bilder für Hochkontraststrukturen rekonstruiert werden.

Methoden:

Bei 59 Patienten erfolgte nach CI-Operation in den letzten beiden Jahren eine Lagekontrolle mit einer Dyna-CT.

Ergebnisse:

Die postoperative Lagekontrolle mit Dyna-CT hatte bei allen Patienten eine sehr hohe Bildqualität und erlaubte eine 3D-Darstellung ohne zusätzliche Gerätetechnik. Dabei konnte sowohl die Eindringtiefe als auch die Sondenlage in der Scala tympani sicher identifiziert werden. Die mittlere Strahlenexposition betrug circa 50% weniger als bei einer klassischen CT-Darstellung.

Schlussfolgerung:

Mit Dyna-CT gelingt zur operativen Qualitätskontrolle eine sichere postoperative Lagekontrolle und Bestimmung der Eindringtiefe des CI mit vergleichsweise geringer Strahlenexposition.