CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S261-S262
DOI: 10.1055/s-0038-1640618
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Mikro-CT Stapes Vermessung – Vermessung von Stapesfrischpräparaten und Vergleich mit getrockneten Präparaten

M Sorge
1  HNO Univ.-Klinikum Leipzig, Leipzig
,
M Hofer
1  HNO Univ.-Klinikum Leipzig, Leipzig
,
T Meißner
2  Poliklinik für Zahnerhaltung u. Parodontologie, Univ.-Klinikum Leipzig, Leipzig
,
C Köhler
2  Poliklinik für Zahnerhaltung u. Parodontologie, Univ.-Klinikum Leipzig, Leipzig
,
S Ossmann
3  Univ.-Klinikum Dresden, Dresden
› Author Affiliations
Dr. med. Mathias Hofer
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Der Stapes lässt sich im CT unzureichend darstellen. Die vorliegende Arbeit hat das Ziel der Biometrieanalyse des humanen Stapes auf Grundlage der Vermessung anatomischer Frischpräparate. Zudem soll ein Vergleich mit vorliegenden Daten getrockneter Präparate erfolgen.

Methoden:

Scan und Vermessung 11 unkonservierter humaner Stapes-Frischpräparate mittels SkyScan 1172, Bruker microCT. Vergleich mit 12 humanen getrockneten Stapespräparaten in Bezug auf Stapeshöhe, Fußplattenlänge, -Breite und -Fläche sowie Dicke des anterioren und posterioren Schenkels.

Ergebnisse:

Im Mittel betrug die Fußplattenfläche 3,32 mm2, die Fußplattenlänge 2,95 mm, die Fußplattenbreite 1,33 mm, die Stapeshöhe 3,4 mm, die Dicke des anterioren und posterioren Schenkels jeweils 0,72 mm, der Winkel zwischen beiden Schenkeln 54,6 °, die Kopfbreite in der kurzen Achse 0,94 mm und in der langen Achse 1,13 mm.

Im Mittelwertvergleich mit den getrockneten Präparaten zeigten die Frischpräparate eine signifikant größere Fußplattenbreite und -Fläche. Bezüglich Fußplattenlänge, Stapeshöhe und Dicke des anterioren und posterioren Schenkels wiesen die Frischpräparate ebenfalls höhere Messwerte auf, die jedoch nicht signifikant waren.

Schlussfolgerungen:

Es deutet sich eine Schrumpfungstendenz der Stapespräparate durch die Trockenkonservierung an. Als Grundlage für die Biometrieanalyse sollten daher unkonservierte Frischpräparate herangezogen warden. Hierzu sind weitere Messungen erforderlich, um die Genauigkeit der erhobenen Maße zu optimieren.