CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S266
DOI: 10.1055/s-0038-1640634
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zur Pathogenese des Mittelohrcholesteatoms – Die Rolle der Stammzellen

H Sudhoff
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld, Deutschland
,
V Bortzmann
2  HNO-Klinik, Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
M Schürmann
2  HNO-Klinik, Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
J Nagel
2  HNO-Klinik, Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
B Kaltschmidt
3  Zellbiologie, Universität Bielefeld, Bielefeld
,
C Kaltschmidt
3  Zellbiologie, Universität Bielefeld, Bielefeld
,
I Todt
2  HNO-Klinik, Klinikum Bielefeld, Bielefeld
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Zur Pathogenese des Cholesteatoms gibt es eine Reihe unterschiedlicher Theorien, die z.T. sehr kontrovers diskutiert werden. Die Rolle von Stammzellen ist bisher nicht für die Pathogenese des Cholesteatoms untersucht worden.

Methoden:

Life sciences Techniken, Genexpressions-analyse.

Ergebnisse:

Die Expression der “stemness” Markern Nestin und S100B wurden im Cholesteatom und in der Gehörgangshaut belegt. Isolatierte Nestin+/S100B+-Zellen zeigten die Eigenschften der selbsterneuernden Neurosphärenformation und Differenzierung in mesodermale und ectodermale Zelltypen wie Kerationcyten. Cholesteatomabgeleitete Stammzellen wiesen eine verstärkte Reaktion auf inflammatorische Reize im Vergleich zur Gehörgangshautzellen auf.

Schlussfolgerungen:

Cholesteatom-Stammzellen waren in der Lage sich in Keratinocyten, durch Faktoren aus der Perimatrix zu differenzieren.

Unsere Ergebnisse geben einen neuen Ansatz zur Erklärung der Pathogenese des Cholesteatoms und können zu innovativen therapeutischen Ansätzen führen.