CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S278
DOI: 10.1055/s-0038-1640676
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Indikationsgruppen zur Tubendilatation und indikationsspezifische Ergebnisse im Verlauf

S Weil
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
S Schroeder
2  Uniklinik Rostock, Rostock
,
I Todt
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
H Sudhoff
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Zur Therapie von chronisch obstruktiven Funktionsstörungen der Tuba auditiva wurde in den letzten Jahren die Tubendilatation (BET) etabliert. Sie dient der minimal invasiven Therapie von obstruktiven Tubenbelüftungsstörungen. In der Literatur werden Erfolgsraten von bis zu 70% angegeben. Dabei wird in der Regel kein Bezug zur zu Grunde liegenden Ohrpathologie und zur speziellen Indikation genommen.

Material und Methoden:

In einer retrospektiven Analyse wurden die präinterventionellen Daten von 495 Patienten vor BET nach Indikationsgruppen aufgeschlüsselt und die entsprechenden Befunde dargestellt. Die Indikationsgruppen umfassen: 1) vor Tympanoplastikrevision, 2) Adhäsivprozess, 3) Cholesteatom, 4) bei Paukenerguß, 5) COM, 6) normales Trommelfell.

Die Entwicklung des Eustachian Tube Score 5 (ETS-5) vor und nach BET wurden getrennt nach den verschiedenen Indikationsgruppen ausgewertet.

Ergebnisse:

Der ETS-5 verbesserte sich in allen Subgruppen nach 1 Jahr um mindestens 2,2 Punkte.

Schlussfolgerung:

Eine subtypenspezifische Differenzierung hinsichtlich des Erfolges ist möglich. Die Indikationen zur Tubendilatation sollten weiter genauer analysiert werden und in prospektiven Studien belastbare Daten zu den Erfolgsraten der Tubendilatation in Abhängigkeit von der zu Grunde liegenden Ohrpathologie erhoben werden.