CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S280-S281
DOI: 10.1055/s-0038-1640684
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Cochleäre Fibrose nach Felsenbeinfraktur als Risikofaktor bei der Cochlea-Implantation

R Wiebringhaus
1  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, CVK, Berlin, Berlin
,
S Gräbel
1  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, CVK, Berlin, Berlin
,
S Häußler
1  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, CVK, Berlin, Berlin
,
F Raphael
1  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, CVK, Berlin, Berlin
,
S Knopke
1  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, CVK, Berlin, Berlin
,
H Olze
1  Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, CVK, Berlin, Berlin
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
18 April 2018 (online)

 

Einleitung:

Ziel der Untersuchung war die Evaluation der cochleären Fibrose nach Felsenbeinfraktur mit konsekutiver Ertaubung sowie den damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Cochlea-Implantation (CI).

Methoden:

Fünf Patienten, im Alter von 6, 25, 28, 60 und 72 Jahren, mit einseitiger Felsenbeinquerfraktur und konsekutiver Ertaubung wurden zur Cochlea-Implantation evaluiert. Neben der audiologischen Testung (Freiburger Einsilber Test; Reintonaudiogram; BERA; Hörnervenfunktionstest) erhielt jeder Patient vor CI CT- und MRT-Untersuchung.

Ergebnisse:

Bei vier Patienten gelang die komplette Elektrodeninsertion in einem Zeitraum von 4 – 179 Monaten nach Fraktur. Bei diesen Patienten lag in drei Fällen eine Teilobliteration der basalen Cochlea-Windung vor. In einem Fall (14 Monate nach Trauma) war aufgrund der ausgedehnten Fibrose der Cochlea trotz residualem Flüssigkeitssignal in der MRT eine CI nicht möglich, sodass der Eingriff abgebrochen werden musste. Nach erfolgreicher Implantation konnten diese Patienten erfolgreich hörrehabilitiert werden.

Schlussfolgerung:

Die Cochlea-Implantation ist für Patienten nach Felsenbeinfraktur und konsekutiver Ertaubung zur binauralen Hörrehabilitation geeignet. Nach Felsenbeinfraktur besteht ein hohes Risiko für ein cochleäre Fibrose. Daher sollte die Cochlea-Implantation zeitnah nach stattgehabtem Trauma erfolgen.