CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2018; 97(S 02): S281-S282
DOI: 10.1055/s-0038-1640688
Abstracts
Otologie: Otology
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Klinische und audiometrische Objektivierung der Tubendilatation

T Wilfling
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
,
A Buchholz
2  MHH HNO, Hannover
,
M Teschner
2  MHH HNO, Hannover
,
T Lenarz
2  MHH HNO, Hannover
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. April 2018 (online)

 

Einleitung:

Obwohl die Eustachische Röhre in ihrer Funktion von großer Bedeutung ist und ihr Mechanismus bereits beschrieben wurde ist der Mechanismus der Tubendilatation noch nicht vollends verstanden und geklärt. Hierzu gibt es bisher unterschiedliche Hypothesen. Viele Patienten leiden an einer Funktionsstörung.

Einen Goldstandard in der Diagnostik der Tubenfunktionsstörung gibt es bisher nicht.

Anhand der Messparameter Schallleitung im Reintonaudiogramm, Tympanogramm, sowie der sichtbaren Auslenkung des Trommelfells im Valsalva Versuch soll der Outcome objektiviert werden.

Material und Methode:

In einer retrospektiven Studie wurden an der HNO Klinik der MHH die Ergebnisse von 67 Tubendilatationen ausgewertet. Alle Patienten unterzogen sich sowohl prä- als auch postoperativ der gleichen Diagnostik. Bei jedem Patienten wurde eine systematische Anamneseerhebung durchgeführt, sie wurden tonaudiometrisch gemessen, es wurde ein Tympanogramm erstellt sowie eine otoskopische Untersuchung durchgeführt.

Ergebnisse:

Es konnte, basierend auf den Messungen, gezeigt werden, dass sich im Reintonaudiogramm die Schallleitungskomponente, im Tympanogramm die Belüftung des Mittelohres und otoskopisch der objektive Valsalva im Laufe eines Jahres nicht verbesserte.

Diskussion:

Grundsätzlich scheint die Tubendilatation in ihren Ansätzen und der minimal-invasiven Art eine Therapieoption zu sein. Die Ergebnisse der Studie, die größtenteils auf objektiven Messungen basieren, zeigen auf längere Sicht jedoch keinen anhaltenden Effekt. Basierend auf diesen Erkenntnissen scheinen die bisherigen Konzepte der Sanierung der Tubendysfunktion und somit auch der daraus resultierenden Erkrankungen nicht ausreichend.