Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 88
DOI: 10.1055/s-0038-1671011
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Gynäkologische Onkologie III
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Patientinnen mit gynäkologischem Sarkom: Charakteristika aus der Online-Tumorkonferenz für seltene Tumoren

LA Dröge
1  Universitätsmedizin Charité Berlin Campus Virchow Klinikum, Gynäkologie, Berlin, Deutschland
,
S Alavi
1  Universitätsmedizin Charité Berlin Campus Virchow Klinikum, Gynäkologie, Berlin, Deutschland
,
R Chekerov
1  Universitätsmedizin Charité Berlin Campus Virchow Klinikum, Gynäkologie, Berlin, Deutschland
,
MZ Muallem
1  Universitätsmedizin Charité Berlin Campus Virchow Klinikum, Gynäkologie, Berlin, Deutschland
,
K Pietzner
1  Universitätsmedizin Charité Berlin Campus Virchow Klinikum, Gynäkologie, Berlin, Deutschland
,
J Sehouli
1  Universitätsmedizin Charité Berlin Campus Virchow Klinikum, Gynäkologie, Berlin, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Ziel der Online-Tumorkonferenz ist das Verfolgen einer studienorientierten Therapieentscheidung bei seltenen gynäkologischen Tumorentitäten über die Maßgabe von Leitlinien hinaus. Sarkome machen etwa 2% aller gynäkologischen Malignome aus. Die vorliegende Studie soll die Charakteristika der Patientinnen, die mit gynäkologischem Sarkom in der Online-Tumorkonferenz vorgestellt wurden, zusammenfassen.

Materialien und Methoden:

Die Online-Tumorkonferenz ist eine deutschlandweite, von der Gynäkologie der Charité Campus Virchow Klinikum durch Videoschaltung ausgerichtete Konferenz mit 228 registrierten Teilnehmern. Patientinnencharakteristika, Tumorstadium bei Erstdiagnose und der Behandlungsverlauf wurden anhand der Daten der Online-Plattform zusammengefasst.

Ergebnisse:

Zwischen Februar 2016 und Februar 2018 wurden n = 27 Kasuistiken mit gynäkologischem Sarkom (n = 187 insgesamt), davon n = 8 mit Leiomyosarkom, n = 5 mit high-grade endometrialem Stromasarkom, n = 3 mit Rhabdomyosarkom, n = 2 mit undifferenziertem Stromasarkom, n = 2 mit low-grade Stromasarkom, n = 2 mit Hämangiosarkom (Uterus; Vagina mit peritonealer Sarkomatose), n = 2 mit Adenosarkom und jeweils eine Patientin mit Mammasarkom, mit STUMP und mit retroperitonealem Liposarkom in der Online-Tumorkonferenz besprochen und bei Zustimmung der Patientin in die nationale Registerstudie REGSA eingeschlossen. Die Patientinnen waren im Median 53 Jahre alt (16 – 79 Jahre). n = 25 der Patientinnen wurden mit Primärtumor vorgestellt, von den Frauen mit Rezidiv hatte eine Patientin 3 Jahre nach Erstdiagnose ein kardiales Rezidiv, eine weitere Patientin ein Lokalrezidiv 4 Monate nach Diagnosestellung. Bei n = 5 der Patientinnen stand die Diagnose des Sarkoms in Zusammenhang mit einer vorherigen Myomenukleation oder Uterusmorcellierung. 15/27 Fälle wurden uns von extern vorgestellt. In 5/27 Fällen war die präoperative LDH-Bestimmung Teil der Behandlungsplanung.

Zusammenfassung:

Die Online-Tumorkonferenz gewährleistet eine studienorientierte, interdisziplinäre Behandlung auch für seltene Tumorentitäten wie gynäkologische Sarkome.