Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 115
DOI: 10.1055/s-0038-1671093
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Operative Gynäkologie, Urogynäkologie I
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

4 Varianten der laparoskopischen Hysterosakropexie

T Fink
1  Sana Klinikum Lichtenberg, Sana Beckenbodenzentrum Berlin, Berlin, Deutschland
,
S Liedtke
1  Sana Klinikum Lichtenberg, Sana Beckenbodenzentrum Berlin, Berlin, Deutschland
,
M Vorwerk
1  Sana Klinikum Lichtenberg, Sana Beckenbodenzentrum Berlin, Berlin, Deutschland
,
JP Scharf
1  Sana Klinikum Lichtenberg, Sana Beckenbodenzentrum Berlin, Berlin, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Bei einem Deszensuseingriff kann der Uterus prinzipiell belassen werden.

Es werden vier laparoskopische Operationsvarianten anhand von 4 Fällen vorgestellt mit unterschiedlichem Ausmaß der Senkung und Begleitdefekten im vorderen bzw. hinteren Kompartiment.

Fall 1: Isolierter Deszensus uteri II°. OP Variante A: Laparoskopische Uterussuspension über ein Hinterwandkunststoffnetz, welches an der hinteren Zervix befestigt und am Lig. longitudinale anterius auf Höhe S1 fixiert wird.

Fall 2: Deszensus uteri mit Zystozele II° und Hinterwandsenkung. OP Variante B: Uterussuspension über ein Hinterwandnetz und ein Vorderwandnetz dessen Netzarme vom vorderen Kompartiment über Tunnel im Lig. latum ins hintere Kompartiment geführt werden. Die Suspension auf Höhe von S1 erfolgt über das hintere Kunststoffnetz.

Fall 3: Deszensus uteri II° und Zystozele II°. OP Variante C: Uterussuspension über ein Vorderwandnetz, welches an der Zervixvorderwand befestigt wird, und dessen Schwanzteil über einen Tunnel im rechten Lig. latum geführt und am Lig. longitudinale fixiert wird.

Fall 4: Isolierter Deszensus uteri II°. OP Variante D: Refixation des Uterus über die Raffung der Sakrouterinligamente mit Permanentfäden.

Nach einem Jahr zeigt sich ein sehr gutes anatomisches und funktionelles Ergebnis bei allen Fällen.

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Abb. 1: Vorderwandnetzarme durch das Lig. latum beidseits ins hintere Kompartiment geführt, OP Variante B

Zusammenfassung:

Zur laparoskopischen Hysterosakropexie konnten alle 4 Operationsvarianten entsprechend des Ausmaßes der Senkung und unter Berücksichtigung der Begleitdefekte erfolgreich durchgeführt werden.