Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 133
DOI: 10.1055/s-0038-1671151
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Pränatal- und Geburtsmedizin V
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zervikaler Gleiteffekt als Prädiktionsmarker für die Muttermundseröffnung

A Hamza
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
J Radosa
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
Z Takacs
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
EF Solomayer
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
R Ströder
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
I Juhasz-Boess
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
G Meyberg-Solomayer
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Hintergrund:

Viele Studien haben sich mit der sonographischen und elastographischen Messmethoden der Länge, Trichteröffnung und Konsistenz der Cervix befasst. Allerdings gibt es kaum Untersuchungen, die die Muttermundseröffnung mittels transvaginaler sonographischer Cervixuntersuchung beschrieben haben.

Methode:

30 Patientinnen erhielten im Rahmen dieser Studie eine transvaginale Sonografie zur Beurteilung des zervikalen Gleiteffekts. Dabei wurde der Transvaginalschallkopf in das vordere Scheidengewölbe zur Messung der Cervixlänge platziert. Bei einer Druckapplikation auf das vordere Scheidengewölbe wurden die Bewegungen der vorderen und hinteren Muttermundslippe beobachtet. Bei offenem Muttermund bewegen die Muttermundslippen unabhängig voneinander. Bei geschlossener Zervix bewegen sich die Muttermundslippen miteinander.

Resultate:

30 Probandinnen wurden untersucht mit einem durchschnittlichen Alter von 30 Jahren, einem durchschnittlichen Gestationsalter von 28 SSW, einer durchschnittlichen Cervixlänge von 31 mm und einem durchschnittlichen Bishop Score von 3. Bei allen 4 Fällen mit positivem zervikalem Gleiteffekt zeigte sich ein offener Muttermund. Bei allen 26 Fällen mit negativem Gleiteffekt zeigte sich ein geschlossener Muttermund. Der Unterschied war statistisch signifikant (p < 0,05).

Schlussfolgerung:

Wir beschreiben erstmalig eine transvaginale sonographische Methode zur Feststellung einer Muttermundseröffnung. Eine größere Probandinnenzahl ist erforderlich um den Effekt genauer zu untersuchen und validieren.