Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 162
DOI: 10.1055/s-0038-1671241
Poster
Donnerstag, 01.11.2018
Case-Report I
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Multidisziplinäres Management bei fetalem Mediastinaltumor

J Braun
1  Universitätsklinik Münster, Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster, Deutschland
,
K Hammer
1  Universitätsklinik Münster, Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster, Deutschland
,
M Möllers
1  Universitätsklinik Münster, Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster, Deutschland
,
K Oelmeier
1  Universitätsklinik Münster, Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster, Deutschland
,
M Meyer-Wittkopf
2  Mathias-Spital Rheine, Rheine, Deutschland
,
W Klockenbusch
1  Universitätsklinik Münster, Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster, Deutschland
,
R Schmitz
1  Universitätsklinik Münster, Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Schilderung des Verlaufs bei fetalem Mediastinaltumor anhand eines Case Reports.

Methoden:

Aufnahme einer 22-jährigen G2P1 in der 35+1 SSW bei extern neu diagnostiziertem fetalem Mediastinaltumor (4,5 × 5,5 × 5 cm im oberen vorderen Mediastinum gelegen) mit Verlagerung der Herzachse und des Ausflusstraktes/der Trachea. Dieser war bereits in der 34. SSW durch einen fetalen Perikarderguss aufgefallen. Ansonsten unauffälliger, zeitgerecht entwickelter Fet.

Ergebnisse:

Bei im Verlauf Zunahme des fetalen Perikardergusses sowie neu aufgetretener Trikuspidalklappeninsuffizienz und deutlich dilatiertem Magen bestand die Indikation zur Sectio in der 36+1SSW. Diese konnte komplikationslos erfolgen. Eine RDS-Prophylaxe war bereits in der 34. SSW erfolgt. Postpartal Übergabe des Kindes an die Pädiater. 3000 g, APGAR 6/8/8, pH 7,32. In der postpartalen Diagnostik konnte der 5 cm große zystische Mediastinaltumor bestätigt werden. Histopathologisch handelte es sich um ein reifes Teratom, das am dritten Lebenstag operativ entfernt werden konnte. Zwei Wochen nach Geburt konnte das Kind in gutem Allgemeinzustand in die ambulante Weiterbetreuung entlassen werden.

Zusammenfassung:

Ein optimales peripartales Management sowie die multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Geburtshelfern, Neonatologen und Kinderkardiochirurgen sind entscheidend für die Versorgung von Feten mit Mediastinaltumor.

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Abb. 1: Fetaler Mediastinaltumor