Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 189
DOI: 10.1055/s-0038-1671325
Poster
Freitag, 02.11.2018
Gynäkologische Onkologie IV
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Sonographische und Farbdopplerbefunde bei regelhaften und degenerierten Leiomyomen (LM)

, Promotions- und Forschungsgruppe genitale Sarkome
C Riechmann
1  Krankenhaus Sachsenhausen, Gynäkologie, Frankfurt am Main, Deutschland
,
M Köller
1  Krankenhaus Sachsenhausen, Gynäkologie, Frankfurt am Main, Deutschland
,
PA Hessler
1  Krankenhaus Sachsenhausen, Gynäkologie, Frankfurt am Main, Deutschland
,
M Zygmunt
2  Universitätsmedizin Greifswald, Frauenklinik, Deutsches klinisches Kompetenzzentrum genitale Sarkome und Mischtumoren, Greifswald, Deutschland
,
G Köhler
2  Universitätsmedizin Greifswald, Frauenklinik, Deutsches klinisches Kompetenzzentrum genitale Sarkome und Mischtumoren, Greifswald, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Die sonographische Diskriminierung insbesondere degenerierter LM von Leiomyosarkomen (LMS) gilt als schwierig. Eine Farbdopplersonografie kann möglicherweise die Differenzierung erleichtern.

Materialien, Methode:

Insgesamt 290 LM, von denen 19 pathologisch-anatomisch starke degenerative, 112 leichte oder „unbestimmte degenerative und 159 keine degenerativen Veränderungen aufwiesen, wurden farbdopplersonographisch untersucht.

Ergebnisse:

Von den 290 LM wiesen 81% eine vorwiegend periphere 1,7% eine vorwiegend zentrale, 16,6% eine gleich starke zentrale und periphere und 0,7% keine Durchblutung auf. 15 LM (5,17%) zeigten eine auffallend starke Durchblutung (13,3% vorwiegend peripher, 6,67% vorwiegend zentral, 73,3% gleichermaßen peripher und zentral). Von den 40 LM mit starken degenerativen Veränderungen waren 17,5% und bei den 250 LM ohne degenerative Veränderungen nur 10% sonographisch auffällig (p = 0,1598). Von 19 der 40 LM mit starken degenerativen Veränderungen wiesen 94,7% farbdopplersonographisch eine vorwiegend periphere und nur ein LM (5,3%) eine peripher und zentral gleichermaßen starke Durchblutung auf. Von den 250 LM ohne degenerativen Veränderungen wurde bei 159 eine farbkodierte Dopplersonografie durchgeführt. Von diesen zeigten 82,4% eine vorwiegend periphere, nur eines (0,6%) eine vorwiegend zentrale und 17% eine peripher und zentral gleichermaßen starke Vaskularisierung. Keine der LM mit starken degenerativen Veränderungen und nur 10 (6,3%) der LM ohne degenerative Veränderungen wies eine besonders intensive Vaskularisation auf.

Schlussfolgerungen:

Laut Literaturangaben sind LMS vorwiegend zentral und meist stark vaskularisiert. LM sind nach der vorliegenden Analyse dagegen vorrangig peripher – degenerierte LM noch häufiger als reguläre – vaskularisiert. Die Farbdopplersonografie kann neben der Messung des Resistenzindex somit zur Diskriminierung von LMS und LM beitragen.