Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 208
DOI: 10.1055/s-0038-1671383
Poster
Freitag, 02.11.2018
Konservative Gynäkologie/Übergreifende Themen II
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Umfrage zur Erhebung des Zusammenhanges zwischen dem Wissensstand zum Thema „Verhütung, sexuelle Gesundheit und Vorgänge im weiblichen Körper“ und ungeplanten Schwangerschaften sowie dem soziodemographischen Status

C Allerstorfer
1  Kepler Universitätsklinikum, Johannes Kepler Universität Linz, Linz, Österreich
,
E Reiter
1  Kepler Universitätsklinikum, Johannes Kepler Universität Linz, Linz, Österreich
,
O Shebl
1  Kepler Universitätsklinikum, Johannes Kepler Universität Linz, Linz, Österreich
,
H Binder
1  Kepler Universitätsklinikum, Johannes Kepler Universität Linz, Linz, Österreich
,
P Oppelt
1  Kepler Universitätsklinikum, Johannes Kepler Universität Linz, Linz, Österreich
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Einer Studie zufolge waren 2008 41 Prozent der weltweit 208 Millionen Schwangerschaften ungeplant und zu 43,8 Millionen Abtreibungen jährlich. Ergebnissen einer britischen Studie zu Folge sind die 3 Hauptgründe für die Entstehung ungeplanter Schwangerschaften die falsche Anwendung von Verhütungsmitteln, das Nichtwissen über postkoitale Verhütungsmöglichkeiten und die mangelhafte Aufklärung von Frauen durch ihre Ärzte.

Ziel dieser Studie war, den Wissensstand von Frauen zum Thema „Verhütung und sexuelle Gesundheit“ zu evaluieren und festzustellen, ob und wenn ja in welchen Bereichen Patientinnen der Ambulanzen für Gynäkologie und Geburtshilfe in Österreich, Deutschland sowie der Schweiz Wissenslücken aufweisen. Aus den gesammelten Daten wurde die Hypothese, dass ein Zusammenhang zwischen mangelndem Wissen über den eigenen Körper und dem Auftreten ungeplanter Schwangerschaften beziehungsweise soziodemographischen Merkmalen besteht, überprüft.

In dieser internationalen, multizentrischen Studie wurden die Fragebogen von Oktober 2012 bis Oktober 2013 an Besucherinnen der Ambulanz für Gynäkologie und Geburtshilfe im AKh Linz (Österreich), der medizinischen Universität Erlangen-Nürnburg (Deutschland) und dem Kantonsspital Uri (Schweiz) verteilt. Teilnahmeberechtigt waren alle Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren.

Im Durschnitt konnte von den Teilnehmerinnen ein Gesamtscore von 7,57 Punkten erreicht werden.

Ein statistisch signifikanter Zusammenhang mit dem erreichten gesamtscore konnte für die Parameter Staatsbürgerschaft, Alter, Einkommen, Bildungsgrad, Familienstand sowie der Anzahl der bisherigen Schwangerschaften aufgezeigt werden.