Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 208
DOI: 10.1055/s-0038-1671384
Poster
Freitag, 02.11.2018
Konservative Gynäkologie/Übergreifende Themen II
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

QS Endo – Eine Studie zur Versorgungsqualität von Endometriosepatientinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

, AG QS Endo der Stiftung Endometrioseforschung (SEF)
M Zeppernick
1  UKGM Gießen und Marburg, Standort Gießen, Frauenklinik, Gießen, Deutschland
,
F Zeppernick
1  UKGM Gießen und Marburg, Standort Gießen, Frauenklinik, Gießen, Deutschland
,
I Meinhold-Heerlein
1  UKGM Gießen und Marburg, Standort Gießen, Frauenklinik, Gießen, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Mit QS Endo wird erstmalig die Versorgungsqualität für Endometriose in der DACH-Region in einem dreistufigen Studienkonzept erfasst.

Materialien:

In der ersten Studienphase (QSEndo Real) wurde anhand eines Fragebogens die Versorgungsrealität der Diagnostik und Therapie bei Endometriosepatientinnen abgefragt.

In der zweiten Studienphase (QSEndo Pilot) wurden die tatsächlichen Behandlungsmodalitäten an den Endometriosezentren (Stufe II/III) untersucht. In einem online-Fragebogen wurden die Patientinnendaten aus einem definierten Zeitraum dokumentiert.

Methoden:

Die Daten wurden mit SPSS deskriptiv ausgewertet.

Ergebnisse:

An der ersten Studienphase nahmen 296 Kliniken teil. Die Frage nach dem Kardinalsymptom Dysmenorrhoe wurde von 77% als sehr wichtig bewertet. Die Frage nach Dyschezie wurde von 9,8%, nach Algurie von 17,9% und nach Dyspareunie von 6,6% als neutral oder weniger wichtig eingeschätzt. Während im Rahmen der klinischen Untersuchung die Spekulumeinstellung, bimanuelle Palpation sowie transvaginale Ultraschalluntersuchung von nahezu allen Zentren als wünschenswert oder unbedingt erforderlich bewertet wurden, schätzten 4,5%, bzw. 10,4% der Teilnehmer die digital-rektale Untersuchung und die Nierensonografie als neutral oder weniger wichtig ein.

An der zweiten Studienphase nahmen alle Endometriosezentren (Stufe II/III) teil. Bei nahezu allen ausgewerteten 443 Patientinnen wurden im Rahmen der Anamnese die Frage nach Dysmenorrhoe (97,4%) sowie eine Spekulumeinstellung (> 99%) dokumentiert, während nur in etwa der Hälfte eine Nierensonografie oder rektale Palpation erfolgte.

Zusammenfassung:

Mit QS Endo wird erstmals ein flächendeckendes Bild der Versorgungsqualität von Endometriosepatientinnen in der DACH-Region erfasst. In der geplanten dritten Studienphase (QSEndo Study) sollen – anhand des in QSEndo Pilot geprüften online-Fragebogens – die entsprechenden Daten an allen Kliniken der DACH-Region erhoben werden.