Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 220
DOI: 10.1055/s-0038-1671421
Poster
Freitag, 02.11.2018
Operative Gynäkologie, Urogynäkologie IV
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Omentum Flap zur autologen Brustrekonstruktion nach subkutaner Mastektomie

L Rief
1  Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Frauenklinik, München, Deutschland
,
D Chronas
1  Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Frauenklinik, München, Deutschland
,
S Paepke
1  Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Frauenklinik, München, Deutschland
,
D Müller
1  Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Frauenklinik, München, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Zielsetzung:

Erläuterung einer neuartigen Methode zur autologen Brustrekonstruktion nach subkutaner Mastektomie mittels laparoskopisch gehobenem Omentum-Flap (laparoscopically harvested omentum flap, LHOF) und Evaluation hinsichtlich Patientenzufriedenheit und klinischem Outcome.

Methode:

8 Patientinnen erhielten 2017 eine Brustrekonstruktion mittels LHOF. Eine simultane subkutane Mastektomie wurde bei sechs Patientinnen durchgeführt. Zwei Patientinnen wurden nach fehlgeschlagener oder unzufriedenstellender primärer Brustrekonstruktion nun mittels LHOF operiert. Insgesamt führten wir sechs freie und zwei gestielte Omentumtransplantationen durch. Die Zufriedenheit wurde anhand des Breast-Q Fragebogens ermittelt.

Ergebnisse:

Die Patientenzufriedenheit war hoch (Score: breast 64/abdomen 90) und die Patientinnen konnte rasch mobilisiert werden (durchschnittlich innerhalb von 1,2 Tagen; Range 0 – 2). Zwei Patientinnen mit schlechtem Gefäßstatus entwickelten nach initial erfolgreicher Operation eine Nekrose des freien LHOF (20%). In allen anderen Fällen traten keine postoperativen Lappen- oder Bauchkomplikationen auf.

Zusammenfassung:

Der LHOF ist eine Option zur autologen Brustrekonstruktion für Patientinnen mit minimalem Bauchfett und kleiner Körbchengröße. Der freie LHOF sollte nur bei Patientinnen mit gutem Gefäßstatus durchgeführt werden. Es ist eine zweite Rekonstruktionsoption nach unzufriedenstellender primärer Rekonstruktion. Rasche Mobilität, minimale Narbenlänge und eine weiche und natürlich rekonstruierte Brust sind wesentliche Vorteile gegenüber anderen Methoden.

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Abb. 1: Brustrekonstruktion mittels Omentum Flap (a: präoperativ, b: intraoperativ, c: postoperativ)