Geburtshilfe Frauenheilkd 2018; 78(10): 233
DOI: 10.1055/s-0038-1671463
Poster
Freitag, 02.11.2018
Pränatal- und Geburtsmedizin VI
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Assoziation von Kurzzeitvariation und Dopplerparametern mit dem perinatalen Outcome bei Low-Risk-Feten am Termin

F Stumpfe
1  Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
S Kehl
1  Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
J Pretscher
1  Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
A Mayr
2  Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie (IMBE), Erlangen, Deutschland
,
RL Schild
3  Diakovere Friederikenstift, Frauenklinik, Hannover, Deutschland
,
M Schmidt
4  Universität Bonn, Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie (IMBIE), Bonn, Deutschland
,
MW Beckmann
1  Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
,
F Faschingbauer
1  Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Frauenklinik, Erlangen, Deutschland
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Further Information

Publication History

Publication Date:
20 September 2018 (online)

 

Ziel:

Ziel dieser Studie war die Analyse des Zusammenhangs zwischen Kurzzeitvariation und Dopplerparametern mit dem perinatalen Outcome am Geburtstermin.

Material und Methode:

In diese historische Kohortenstudie wurden 1008 zeitgerecht entwickelte Einlingsschwangerschaften am Termin mit geplanter vaginaler Entbindung eingeschlossen. Doppleruntersuchungen (A. umbilicalis (UA), A. cerebri media (MCA), cerebroplacentare Ratio (CPR)) und ein computerisiertes CTG mit berechneter Kurzzeitvariation wurden innerhalb von 72 Stunden vor Geburt und vor Beginn der Aktivphase (Muttermunderöffnung ≤4 cm) durchgeführt. Mittels univariater Regressionsanalyse wurde der Zusammenhang zwischen Kurzzeitvariation und Doppler-Parametern mit dem perinatalen Outcome analysiert.

Ergebnisse:

Es gab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen den Doppleruntersuchungen und den Outcome-Parametern „sekundäre Sectio caesarea“ und „operativ-vaginale Entbindung“. Signifikant höhere UA PI MoM zeigten sich in der Gruppe „sekundäre Sectio caesarea bei fetaler Gefährdung“. Allerdings ließen sich hier keine signifikanten Unterschiede bezüglich MCA PI MoM und CPR MoM nachweisen. Feten, die mittels Notkaiserschnitt geboren wurden, zeigten signifikant höhere UA PI MoM, niedrigere MCA PI MoM und niedrigere CPR MoM. Bei Neugeborenen mit einem 5-min-Apgar < 7 ergaben sich signifikant niedrigere MCA PI MoM, während Neugeborene mit Azidose (UA pH ≤7,10) signifikanten höhere UA PI MoM zeigten. Keiner der untersuchten Outcome-Parameter zeigte einen signifikanten Zusammenhang mit der Kurzzeitvariation.

Schlussfolgerungen:

Die untersuchten Dopplermessungen bei Low-Risk-Feten am Termin zeigten eine moderate Assoziation zu den Outcome-Parametern, wohingegen die Kurzzeitvariation nicht zur Vorhersage eines schlechten perinatalen Outcomes geeignet scheint.